Er ahnt nicht, dass sich die abrupt beendete Ballnacht als Auftakt zu einer Reihe dramatischer Ereignisse darstellt. In der Nähe des Solstice River wird Corbett in den Mord an einer jungen Frau verwickelt. Die Täter scheinen schnell gefunden, mehrere flüchtige Sklaven sollen die Tochter eines Plantagenbesitzers kaltblütig getötet haben – doch Spuren am Tatort lassen erste Zweifel aufkommen. Um der Gerechtigkeit Genüge zu tun bleibt Matthew keine andere Wahl als sich an einer Hetzjagd auf die Entflohenen zu beteiligen. Was wie eine fröhliche Bootstour beginnt, wird bald blutiger Ernst. Schnell müssen die hart gesottenen Häscher erkennen, dass in den Wäldern entlang des Flusses etwas absolut Böses lauert und sie zu seiner Beute erkoren hat.
Immer wieder muss man sich verwundert die Augen reiben, wieso den Abenteuern Matthew Corbetts immer noch keine größere Aufmerksamkeit widerfährt, wo sie doch absolutes Bestseller-Potential besitzen. "Fluss der Seelen" macht hier keine Ausnahme, sondern setzt die erstaunlich hohe Qualität der Reihe konsequent fort. Erneut ersinnt Robert McCammon eine farbenfrohe und gleichzeitig realistische Darstellung des Lebens in den amerikanischen Kolonien des frühen 19. Jahrhunderts. Es ist sehr erfrischend zu sehen, dass man hier keine Zuckergussversion des entbehrungsreichen Lebens in der Neuen Welt präsentiert bekommt, sondern ein schonungslos offener Blick auf die realen Verhältnisse gewährt wird – ein faszinierender Background für einen Genrecocktail, der es einmal mehr in sich hat.
Wie von selbst gelingt es McCammon, die unterschiedlichsten, scheinbar nicht zusammenpassenden Elemente zu einem schlüssigen Ganzen zu kombinieren. Thriller und Abenteuergeschichte vermengen sich auf natürliche Art mit historischen Elementen und bekannten Accessoires des Horrorromans. Obwohl die Marschrichtung des Plots schon relativ früh klar ist, schafft es der Autor immer wieder neue Wendungen einzuflechten, sodass die Story selbst zum Ende hin nicht an Drive verliert. Selten wurde einer vergangenen Epoche mit so viel Dreck und Ehrlichkeit zu neuen Leben verholfen.
Damit diese großartige Geschichte auch auf Deutsch so unglaublich gut und einem Film gleich funktioniert, darf auf keinen Fall die Übersetzung von Nicole Lischewski unerwähnt bleiben, die dafür sorgt, dass die Sprache nichts an ihrer Wucht und Vielfältigkeit einbüßt. Es mag den einen oder anderen langweilen, wenn ich mich an dieser Stelle wiederhole, aber "Matthew Corbett" zählt mit seinem erfreulich lockeren Genremix zum Besten, was in letzter Zeit ohne Frage verzögert über den großen Teich schwappte. Kaufen! Lesen! Weiterempfehlen!
# # # Justus Baier # # #
Publisher: Luzifer Verlag





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