In nur wenigen Jahren stehen alle Zeichen auf Krieg – ein Konflikt, der mit ganz anderen Mitteln geführt wird und weite Teile der menschlichen Zivilisation womöglich für immer ausradiert. Woher Cooper dieses Wissen bezieht? Sein Traumpendant war einstmals der mächtigste Mann des Planeten und der Einzige, der den gewaltigen Konflikt hätte verhindern können.
"Ein Traum vom Armageddon" zählt nicht zu den bekannteren Texten von H. G. Wells, steht aber aufgrund der inhaltlichen Sprengkraft und Fantasie den berühmten Werken wie "Die Zeitmaschine" und "Krieg der Welten" in nichts nach. Die entworfene Dystopie hat auch Jahrzehnte nach ihrer Entstehung nichts an Aktualität eingebüßt und ist ein mahnendes Beispiel dafür, was Krieg aus den Menschen macht und geschieht, wenn der dünne Firnis der Zivilisation verschwindet. Wie dies geschieht und auf welch unkonventionelle Art die Menschheit eine zweite Chance erhält, um die zukünftigen Ereignisse zu verhindern, offenbart die Kreativität des Autors. Bis zuletzt gelingt es Wells mit seiner Vision der Zukunft, das Publikum gleichermaßen abzuschrecken und zu faszinieren und die Frage offenzuhalten, wie es eigentlich zu den ungewöhnlichen Träumen kommen konnte. Spannung ist also bis zur letzten Minute garantiert.
Was passiert, wenn sich nun ein Regisseur und Produzent wie Oliver Döring eines solchen Stoffes annimmt, veranschaulicht "Ein Traum vom Armageddon" auf beeindruckende Art und Weise. Die Schrecken des Krieges werden durch die überzeugenden und oft dramatischen Soundeffekte enorm plastisch und liefern ein verstörendes Gefühl davon, welche Schrecken über den Protagonisten hereinbrechen. Hier gibt es kein anderes Prädikat als "meisterlich". Die Dialoge sind wie gewohnt glaubhaft und auf den Punkt gebracht, das gilt hier für beide inhaltlichen Ebenen.
Die musikalische Gestaltung ist eher rudimentär und beschränkt sich, wenn überhaupt vorhanden, auf die szenische Untermalung. Dieses Hörspiel wird von zwei großen Namen dominiert, die bereits zahllosen Produktionen ihren Stempel aufgedrückt haben. Die Rede ist von niemand Geringeren als Jans-Georg Panczak und Thomas Nero Wolff. Panczak glänzt als ruhiger Analytiker, der unaufgeregt davon berichtet, was seinem Traum-Ich vor und während der Kriegswirren zustößt und welche fatalen Folgen diese sehr wahrscheinlich für seine Existenz heraufbeschwören.
Auf der anderen Seite Wolff als Mann, der erkennen muss, dass er einen großen Fehler begangen hat und ihm die Situation bis zum endgültigen Ende hin entglitten ist. Man hört seine Selbstzweifel und den aus den Ereignissen resultierenden Schmerz, der womöglich hätten verhindert werden können. Beide Sprecher ergänzen sich auf beeindruckende Art durch ihre Verschiedenheit. In weiteren Rollen sind Norman Matt, Frank Röth und Yvonne Greitzke zu hören, die ebenfalls mit Engagement und Herzblut bei der Sache sind. "Ein Traum vom Armageddon" ist sicherlich eine der besten und in sich geschlossensten Arbeiten innerhalb der "Phantastischen Geschichten" und sollte sich in jedem gut sortierten CD-Regal wiederfinden.
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Publisher: Imaga





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