Blutige Fußspuren lassen keinen anderen Schluss zu als dass eine ägyptische Mumie zum Leben erwacht ist und Thompsons Mitarbeiter ins Jenseits beförderte. Für Meisterdetektiv Sherlock Holmes ist dies ausgemachter Blödsinn. Ein schlecht gelauntes Genie begibt sich an die Arbeit und stellt eigene Ermittlungen an, fest entschlossen, den wahren Täter seiner gerechten Strafe zuzuführen. Oder schleicht tatsächlich die Leiche eines Pharaos durch die Korridore des Museums auf der Suche nach weiteren Opfern?
Schon in den Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle stand sein großer Detektiv allem Übernatürlichen stets skeptisch, ja geradezu ablehnend gegenüber, was umso mehr verwundert, wenn man im Auge behält, dass es sich beim Autor gänzlich anders verhielt. So überrascht es keinesfalls, dass Sherlock Holmes Spott und Häme über seinen alten Freund ausgießt, als dieser seine ungewöhnliche Geschichte präsentiert und um Hilfe bittet. Die Geschichte entwickelt sich alsbald von einer paranormalen Anmutung weg zu einem verzwickten Kriminalfall, garniert mit einer gehörigen Portion Ironie und Sarkasmus, die die Handlung auflockern.
Einen großen Teil seiner Spannung zieht "Die Rache des Pharao" aus der Suche nach dem Täter und natürlich Sherlock Holmes' akribischer Ermittlungsarbeit, die über ein gutes Stück der Handlung im Mittelpunkt des Geschehens steht. Überhaupt rücken immer wieder Elemente, die die klassischen Sherlock Holmes-Storys ausmachen, in den Fokus, etwa dann wenn Holmes einen gewieften Verbrecher anhand eines chemischen Experiments überführt, was sicherlich nicht nur bei ausgemachten Puristen Gefallen finden wird. Trotz der üppigen Laufzeit kommt keine Langeweile auf, was sicherlich den unterhaltsamen Dialogen und den immer neuen Wendungen geschuldet ist, bis endlich der Mörder entlarvt wird.
Soundeffekte kommen sehr zurückhaltend und punktuell zum Einsatz und helfen die verschiedenen Szenen für den Hörer greifbarer zu machen. Die musikalische Gestaltung kann nur als gelungen bezeichnet werden, sie passt hervorragend zur geschilderten Thematik und verstärkt Spannung und Atmosphäre an den richtigen Stellen. Den Auftritt von Till Hagen als Sherlock Holmes kann man nur als genial bezeichnen. Mit großer hörbarer Freude gibt er hier einen übel gelaunten Holmes zum Besten, der immer wieder mit viel Ironie und Sarkasmus sprachliche Giftpfeile auf seine Umwelt abfeuert, dabei erinnert er nicht selten an Jeremy Brett, der als eine der besten filmischen Besetzungen des Meisterdetektivs gilt.
Tom Jacobs agiert an seiner Seite als Dr. Watson und versucht immer wieder alles in seiner Macht Stehende, um die Wortkaskaden seines Freundes zu entschärfen, bevor die Stimmung zu kippen droht. Ihn dabei zu verfolgen besitzt großen Unterhaltungswert. Dietmar Wunder verkörpert Sir Edward Thompson, in dessen Museum der Pharao scheinbar blutige Rache nimmt. Ihm kauft man den manchmal überfordert und geradezu hilflos wirkenden Akademiker jederzeit ab. In weiteren Rollen sind Jürgen Thormann, Ulrike Stürzbecher, Reinhard Kuhnert und Andrea Wippert zu hören, die allesamt mit großer Freude ihre Charaktere mit Leben füllen. "Die Rache des Pharao" ist ein überzeugender Kriminalfall, der durch die Besetzung der Hauptrolle zu etwas Besonderen wird. Eine gute und unterhaltsame Folge der Reihe!
# # # Justus Baier # # #
Publisher: WinterZeit





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