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Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet? (Ascot Elite)

Unglaublich trostlos, schwer melancholisch und trotzdem eine herrlich unterhaltsame Geschichte die es genau auf den Punkt bringt: Zu zweit ist man weniger allein.

mary and max cover (c) Ascot Elite Home Entertainment / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMary Daisy Dinkle ist ein trauriges, kleines Mädchen das in einem tristen Vorort von Melbourne wohnt. Ihre Mutter trinkt, raucht wie ein Schlot und stielt. Ihr Vater arbeitet in der Teebeutelfabrik und stopft in seiner Freizeit totgefahrene Tiere aus. Da Mary auch in der Schule keine Freunde hat, beschließt sie eines Tages, Max Jerry Horowitz aus New York zu schreiben, dessen Nummer sie einfach aus dem Telefonbuch ausgewählt hat. Max ist ein 44-Jähriger übergewichtiger und ebenso einsamer Mann mit Panikattacken. Es entsteht eine (Brief) Freundschaft zwischen den Beiden und Mary spart fleißig für einen Besuch ihres Freundes in Amerika.


Regisseur Adam Elliot hat bereits mit seinem Oscar prämierten Kurzfilm "Harvie Krumpet" sein Talent für melancholischen Witz unter Beweis gestellt und auch "Mary & Max - oder: Schrumpfen Schafe, wenn es regnet?" konnte sich im Nu eine begeisterte Fangemeinde erspielen. Mit viel Liebe zum Detail und einer großen Portion Humor erzählt der Film eine Geschichte über zwei Menschen die es nicht immer (oder eigentlich nie) leicht im Leben hatten. Aber genau darin liegt der Zauber dieses Filmes da er es schafft unglaublich unterhaltsam und lustig zu sein obwohl die Geschichte schwärzer nicht sein könnte. Die Charaktere sind bis in die kleinste Nebenrolle liebevoll gezeichnet und die Dialoge sprühen vor Charme und bissigem Humor. Die vielbewehrte Stop-Motion-Technik funktioniert perfekt und nimmt dem in Sepia gehaltenen Film ein wenig an Melancholie. Fazit: Ein Muss für alle Fans des besonderen Films aber Nichts für Anhänger der quietschbunten Geschichten von Dreamworks & Co.



###Maria Capek###




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