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Usagi Yojimbo 17

Das Duell zwischen seinem alten Lehrer und dem Meisterkämpfer Nakamura Koji ist unausweichlich, doch vorher muss Usagi noch diverse Unwägbarkeiten überstehen.

Usagi Yojimbo 17Ein Wiedersehen mit Katsuichi-sensei ist für den Protagonisten von Stan Sakais Indie-Dauerbrenner immer eine erfreuliche Angelegenheit, doch diesmal haftet ihm eine bittersüße Note an – schließlich wurde sein Lehrmeister von Nakamura Koji, den viele für unbesiegbar halten, herausgefordert. Wie es die Ehre gebietet, wird das Duell natürlich mit scharfer Klinge ausgetragen, sodass der Tod eines oder gar beider Kontrahenten unausweichlich scheint. Als Treffpunkt soll der Kitanoji-Tempel dienen, doch Usagi handelt sich durch diverse Hindernisse eine ordentliche Verspätung ein.


So wird er nicht nur in die Blutfehde eines Samurai verwickelt, sondern auch in den Kleinkrieg zwischen Geldverleihern und Händlern (inklusive eines Comebacks der liebenswerten Hommage an "Lone Wolf & Cub"), darüber hinaus gilt es, dem Wunsch eines todkranken Vaters nachzukommen, der seinen Sohn ein letztes Mal sehen will. Der Ruf, der Nakamura Koji vorauseilt, erweist sich als ebenso wenig vorteilhaft beim Versuch, schnellstmöglich von A nach B zu kommen, wie der Stopp in einem auf dem Weg liegenden Dorf, dem durch eine skrupellose Räuberbande Ungemach droht. Jede Menge Gelegenheiten also für Usagi, um seine Schwertscheide warmzuhalten, während es in der kleinen aber äußerst feinen Beilage "Erziehung zur Höflichkeit" einen weiteren Blick in die Jugend unseres Langohrs zu erhaschen gibt.


"Duell am Kitanoji-Tempel" mit Material von 2001/02 beweist einmal mehr hohe Kunst von Stan Sakai, die Abenteuer seines Ronin als in sich abgeschlossene Episoden für Neueinsteiger problemlos zugänglich zu machen und diese gleichzeitig mit vergangenen Handlungssträngen zu einem größeren Ganzen zu verknüpfen. Selbst eine scheinbare Nebensächlichkeit wie die "Krankheit, die die Fremden auf ihren schwarzen Schiffen eingeschleppt haben", wird wieder aufgegriffen und sorgt gleichermaßen für historischen Kontext als auch die Realitätsnähe des anthropomorphen Figurenensembles, ganz abgesehen vom fulminant inszenierten Kampf der beiden Schwertmeister. Möge uns sein Schöpfer noch möglichst lange die Ehre zu erweisen, den Abenteuern von Usagi folgen zu dürfen!


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Dantes Verlag




 


 
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