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Wraithborn Redux

Splitter lässt Joe Benitez` unbeabsichtigt zur Kämpferin gegen finstere Dämonen avancierte Melanie Moore in einer erweiterten Fassung zurückkehren.

Wraithborn ReduxIn grauer Vorzeit – sprich im Jahr 2009 – erschien "Wraithborn", ursprünglich 2005/06 bei der damals bereits zu DC gehörenden (und mittlerweile längst stillgelegten) Image-Abteilung WildStorm Productions veröffentlicht, bei Panini als Paperback. Die Kollegen von Splitter haben die ursprünglich sechsteilige Miniserie jetzt mit dem Zusatz "Redux" in gewohnter Hardcover-Form herausgebracht, was am Erfolg der aktuellen Schöpfung des Co-Autors und Zeichners Joe Benitez liegen dürfte: "Lady Mechanika", eine von reichlich Mystery umgebene Steampunk-Erzählung in opulenter Optik, läuft offensichtlich so gut für die Bielefelder, dass man dem Titel sogar eine Collector`s Edition im Überformat spendiert hat.


Aus kommerziellen Gesichtspunkten kann man dem Verlag die Zweitverwertung älteren Materials aus der Feder von Mr. Benitez, Co-Autorin Marcia Chen, den Inkern Joe Weems und Victor Llamas sowie den Farbenmeistern Studio F, Mike Garcia und Sabine Rich also keineswegs vorwerfen. Nicht wenige Fans der durchsetzungsfreudigen Lady Mechanika werden wissen wollen, wie sich Melanie Moore einst im Kampf gegen paranormale Monstren so schlug. Die Handlung ist jedenfalls schnell umrissen: Die schüchterne Teenagerin erhält (ausgerechnet bei einem Friedhofsbesuch) von einem sterbenden Kämpfer gegen das Böse die Macht des Wraithborn, die sich auch die üble Brijit unter die garstigen Nägel reißen will.


Der wohl unweit von New Orleans, Louisiana gelegene (und wohl als Anspielung auf die gleichnamige Loa gedachte) Handlungsort Marinette legt schon nahe, dass hier Voodoo im Spiel ist und nicht nur die Monsterhunde antreibt, die auf Melanie gehetzt werden. Zum Glück kommt ihr Valin zu Hilfe, seines Zeichens Mitglied einer Bruderschaft, die sich dem Schutz der Menschheit verschrieben hat, und als eigentlicher Empfänger des Wraithborn vorgesehen. Und so nimmt das Spektakel seinen Lauf, das wie eine Nachwehe des "Bad girl"-Booms der 1990er wirkt und Elemente aus einschlägigen Titeln wie "Witchblade", "The Darkness" oder "Darkchylde" mixt. Auch optisch, denn Valins Schwester erinnert frappant an "The Magdalena".


"Wraithborn" vermag sich erzählerisch nicht wirklich von anderen Image-Titeln besagter Dekade abheben, wenngleich die optischen Schauwerte dank Joe Benitez und seiner künstlerischen Mitstreiter tadellos sind. Die 20 hinzugekommenen Bonusseiten machen die Story aber spürbar stringenter und fügen sich für jene, die sie zum ersten Mal lesen, unaufdringlich in diese ein. Als Lektüre für Komplettisten, Neugierige und Nostalgiker der 1990er mit Image-Prägung ist dieser Band zweifellos eine feine Sache und verdeutlicht gleichzeitig, wie sehr sich Benitez und Chen nur wenige Jahre später mit dem eigenständigen "Lady Mechanika" steigern konnten.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Splitter Verlag




 


 
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