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Die Popularisierung der Glücksspiele: Warum sind sie in manchen Ländern verboten?

Wirft man einen Blick in die Geschichte, dann wird schnell klar, wie lange bereits Glücksspiele betrieben werden – bereits die alten Römer sollen ihnen gefrönt haben.

RouletteIn den Tavernen vertrieben sich die Soldaten mit einer Art Würfelspiel die Zeit und natürlich wurde auch auf den Ausgang von Gladiatorenkämpfen und anderen sportlichen Wettbewerben gewettet. So mancher Historiker sieht hierbei sogar den Vorläufer der heutigen Sportwetten. Im Mittelalter blühte das Glücksspiel dann so richtig auf, während dieser Epoche wurde erstmals von Gebäuden des Spiels gesprochen. Das hier angebotene Glücksspiel stand jedoch nur der Oberschicht zur Verfügung, das Proletariat musste in den Wirtshäusern spielen.


Um Geld spielte man immer, auch wenn es verboten war. In den verschiedenen europäischen Ländern wurde das Spielen immer wieder einmal für eine längere Zeit verboten, was dann zu dessen Verlagerung in die jeweiligen angrenzenden Länder führte. Es ist daher kein Zufall, dass sich einige der größten Spielbanken Deutschlands in unmittelbarer Nähe zur französischen Grenze befinden (dazu gehören beispielsweise die Spielbanken in Baden-Baden sowie in Bad Homburg). Während heutzutage das Glücksspiel in den meisten westlichen Ländern weitestgehend legalisiert wurde und man daher Merkur kostenlos spielen kann, gibt es immer noch einige Staaten auf der Welt, die es bis heute verbieten. Wer diesbezüglich Ursachenforschung betreibt, stößt auf unterschiedlichste Gründe, die im Folgenden etwas näher beleuchtet werden sollen.


Einige Länder berufen sich auf den Jugendschutz

Der Schutz von Minderjährigen ist ein wichtiges Argument, welchen wir natürlich alle unterstützen. Einige Länder, vor allem westliche Demokratien wie in Europa, den USA oder Australien meinen es ernst mit dem Jugendschutz – zu ihnen gehört natürlich auch Deutschland. Gerade in Europa werden die Jugendschutzgesetze regelmäßig auf ihre Aktualität überprüft und gegebenenfalls angepasst oder modernisiert. Dies wird deutschlandweit auch von der Bevölkerung mitgetragen. In vielen Ländern der Welt wie etwa der Schweiz, Lichtenstein, Österreich, den USA, Dänemark, Australien, in großen Teilen Kanadas und auch Deutschland ist man mit der Vollendung des 18. Lebensjahrs volljährig: Volljährigkeit in dem Sinne, dass man an Wahlen teilnehmen und in den meisten dieser Länder auch Sportwetten platzieren sowie Glücksspielangebote nutzen darf.


Mit dieser Altersbegrenzung soll sichergestellt werden, dass die Spieler alt und reif genug sind, um den Wert von Geldbeträgen einschätzen zu können. Dazu kommt, dass Jugendliche erfahrungsgemäß eine höhere Bereitschaft besitzen, hohe Risiken einzugehen. Die gesetzlichen Vorgaben in Deutschland sind dabei eindeutig: Jugendlichen, die jünger als 18 Jahre alt sind, ist jeglicher Aufenthalt in Gebäuden verboten, wo Glücksspiel angeboten wird und das sogar dann, wenn sie von ihren Eltern begleitet werden. Das Jugendschutzgesetz befasst sich jedoch nicht nur mit dem Glücksspiel, auch Filme oder Videospiele fallen unter die Zuständigkeit dieses Gesetzes und werden dementsprechend mit einer Altersfreigabe versehen.


PokerDie religiösen Gründe

In zahlreichen Ländern weltweit ist das Glücksspiel aufgrund religiöser Gründe streng reguliert, lediglich geduldet oder sogar vollständig verboten. Von solchen Einschränkungen sind vor allem streng christliche Länder wie einige Bundesstaaten oder Countys in den USA, streng muslimische Länder wie Saudi-Arabien, Iran, Jemen oder Ägypten sowie Länder mit einem großen Anteil an buddhistischer Bevölkerung wie Indien oder einige Teile Indonesiens betroffen. Auch wenn sich all diese Religionen unterscheiden, sind sich die Gründe, warum das Glücksspiel abgelehnt wird, erstaunlich ähnlich. In der Bibel oder der jüdischen Tora wird das Glücksspiel etwa nicht eindeutig erwähnt und als Sünde eingestuft, einige der gesellschaftlichen und sozialen Folgen, die man ihm zuschreibt, jedoch sehr wohl.


Am deutlichsten ist der Koran in Sachen Glücksspiel, denn hier wird das Glücksspiel eindeutig als Sünde eingestuft. In der Sure 2, Vers 219 heißt es etwa: "Man fragt dich nach dem Wein und dem Losspiel. Sag: In ihnen liegt eine schwere Sünde. Und dabei sind sie für die Menschen (auch manchmal) von Nutzen. Die Sünde, die in ihnen liegt, ist aber größer als ihr Nutzen." Dies ist der Grund, warum einige islamische Länder sehr streng gegen Glücksspiel vorgehen, dazu gehören unter anderem Saudi-Arabien, Ägypten, Iran und Jemen. Andere wiederum nehmen es hingegen damit nicht so genau, wie man am Beispiel von Katar oder den Emiraten sehen kann, wo es mehr oder weniger normal ist, auf Kamelrennen zu wetten.


Der Schutz der Spieler vor der Spielsucht

Die Weltgesundheitsbehörde qualifiziert das umgangssprachlich als zwanghaft bezeichnete pathologische Spielen als Erkrankung. In Deutschland wird der Schutz vor einer Spielsucht wie in den meisten westlichen Ländern auch sehr ernst genommen. Während hier und in der Schweiz mit 0,5% der Spieler lediglich ein sehr kleiner Teil von dieser Krankheit betroffen ist, haben Länder wie Finnland mit 1,3% oder Großbritannien mit 2,7% aller Spieler wesentlich härter mit den Auswirkungen einer Spielsucht zu kämpfen.


GameslotsDie Regierungen weltweit gehen unterschiedlich bei der Suchtbekämpfung vor. Während man in Großbritannien oder den USA auf das Verantwortungsbewusstsein der Spieler setzt, verfolgt Deutschland einen anderen, wesentlich strengeren Weg. Im neuen Glücksspielstaatsvertrag wird vom Gesetzgeber zur Verhinderung der Entstehung einer Spielsucht ein Einzahlungslimit von 1000 Euro pro Spieler und Monat festgesetzt und in einer bundesweiten Datei überprüft. So gut wie alle westlichen Länder weltweit stellen betroffenen Spielern eine kostenlose Beratungsstelle zur Betreuung und Behandlung einer Spielsucht zur Verfügung.


Politische Gründe

Dann wären da noch politische Gründe des Glücksspielverbots, die man vor allem während des Kalten Krieges und auch heute noch in sozialistisch beziehungsweise kommunistisch regierten Ländern finden kann. In der Sowjetunion und den dazugehörigen Satellitenstaaten wurde das Glücksspiel regelrecht als westliches Teufelszeug gebrandmarkt, das in einer perfekten sozialistischen Welt selbstverständlich keinen Platz haben durfte. Auch wenn sich zahlreiche Länder nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion der Demokratie und damit letztendlich auch dem Glücksspiel öffneten, kann man bis heute politisch begründete Glücksspielverbote beobachten.


Dies trifft auf kein Land in einem derart großen Maße zu wie auf die Volksrepublik China. Die politische Führung wies beispielsweise ihre Verwaltungsbeamten an, den nationalen Geist sowie die sozialistischen Grundwerte aktiv zu fördern. Dazu gehören für die Kommunistische Partei auch Herstellung, Einfuhr und Verkauf sowie Betrieb von elektronischen Unterhaltungsgeräten, deren Spielausgang vom Zufall bestimmt wird – dazu zählen übrigens sogar die auf den Jahrmärkten hierzulande so beliebten Greifarmmaschinen.


 
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