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Wonder Woman 1

Voller Überraschungen steckt dieser Serienneustart, indem die göttliche Amazone ohne jegliche Erinnerung auf dem Schlachtfeld im mythologischen Walhalla zu sich kommt.

Wonder Woman 1Es ist ein abruptes Aufwachen für Wonder Woman: Rund um sie herum prallen Schwerter aufeinander, Helden, die schon längst tot sind, werden erneut getötet und inmitten dieses Chaos wird ihr vom überaus attraktiven Siegfried die Hand zur Hilfe entgegengestreckt. Kurz darauf wird Diana, Prinzessin von Themyscira, in der Schlacht getötet. Tja, das war’s wohl mit der Unverwundbarkeit. Völlig überraschend erwacht sie jedoch von den Toten und erfährt, dass sie in einem mysteriösen Kreislauf aus Schlacht, Tod und ausgelassenen Siegesfeiern gefangen ist – durchaus kein unangenehmer, denn so ein hemmungsloses Gemetzel macht gleich mehr Spaß, wenn der Tod außen vor bleibt.


Ohne jegliche Angst vor dem unschönen Dahinscheiden kämpft es sich viel unbeschwerter und im schlimmsten Fall sind die Gefallenen zur exzessiven Siegesfeier und den dabei inkludierten amourösen Abenteuern mit nordischen Helden wieder frisch und munter. Das gefällt auch der kriegerischen Amazone. Aber irgendetwas ist faul im Paradies, nicht jeder, der stirbt, erwacht auch wieder und Diana beginnt einem düsteren Geheimnis hinter dem blutig-frivolen Kreislauf auf die Schliche zu kommen. Mit Hilfe eines kleinen aber mythologisch gewichtigen Eichhörnchens entdeckt sie, dass die Ursachen mit verdeckten Identitäten und der eigenen (ihr nicht mehr ganz bewussten) Stellung im Olymp zu tun haben und dass bei weitem mehr auf dem Spiel steht als ein unaufhörlicher Schlacht-Party-Zyklus.


Autorin Becky Cloonan und ihr Kollege Michael W. Conrad erschaffen ein unterhaltsames Crossover zweier mythologischer Welten, das von den Zeichnern Andy McDonald und Travis Moore gekonnt und wirkungsvoll inszeniert wird. Die Geschichte ist packend und nicht allzu leicht zu durchschauen, der Zeichenstil klar, aber doch nebulös genug, um die Verwirrung Dianas widerzuspiegeln, so gelingt es diesem Neustart bis zum letzten Kapitel ausgezeichnet zu unterhalten. Erst gegen Ende wird die Story etwas konfus, aber das kann der mit Spannung erwartete zweite Band mit Sicherheit aufklären.


 
# # # Christoph Höhl # # #



Publisher: Panini Comics




 


 
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