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James Bond 007 10

Der Feind meines Feindes muss nicht zwangsläufig mein Freund sein. Vor allem wenn er in Diensten von Väterchen Stalin steht.

James Bond 007 10Am 13. April 1953 und damit nur wenig später als einen Monat nach dem Ableben des sowjetischen Diktators Josef Stalin erschien mit "Casino Royale" der erste Bond-Roman aus der Feder von Ian Fleming, der das längst milliardenschwere Franchise um 007 begründete. Von Anfang an musste sich der Doppelnull-Agent mit dem Hauptfeind des Westens im Kalten Krieg auseinandersetzen, der vom Kreml aus ebenso weltweit aktiv war wie der MI6 oder die mit ihm verbündete CIA. Die zweite Hälfte von "James Bond Origins", die Splitter mit dem vorliegenden Band in die hiesigen Regale gebracht hat, lässt sich in dieser Hinsicht als eine Art Vorgriff auf spätere Konflikte lesen, denn nach den Deutschen in den ersten sechs Kapiteln fällt die Rolle der Bösewichte nun vor allem den Vertretern Mütterchen Russlands zu.


"Russian Ruse" führt Bond in die Barentsee, wo ein brisanter Austausch nicht wie geplant vonstattengegangen ist: Eigentlich sollte ein norwegisches Schiff eine Ladung Goldbarren aus der Sowjetunion entgegennehmen, doch kurze Zeit später ist es versunken und der Kapitän tot in einem Rettungsboot treibend aufgefunden wurden. Der junge Nachwuchsspion vermutet im Gegensatz zu seinem Befehlshaber, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, und liegt damit im wahrsten Sinne des Wortes goldrichtig. Das bringt ihn in höchste Gefahr, denn Kapitän Wassili und seine Männer nehmen einen "verunglückten" britischen Seemann gerne in Kauf, wenn es ihrer Sache dient. Wahrhaft eiskalt erwischt Bond aber auch der Tod seines Mentors, der in brisante Deals um militärische Operationen im feindlichen Italien verwickelt war.


Auch "The Debt", ebenso wie die vorangegangene Story in drei Kapiteln erzählt, macht als Verquickung von klassischer Bond-Agentenaction und dem nicht minder blutigen Kriegshandwerk eine ausgesprochen gute Figur und versprüht im Finish dank der Kooperation mit einem alten Bekannten von 007 aus seiner Ausbildungszeit fast schon den Charme eines Buddy Movie. Jeff Parkers Balance zwischen Action, den Erfordernissen des Agentenhandwerks und blutiger Action ist ebenso gut gelungen wie das ansprechende Artwork von Moustafa Ibrahim, der bereits bei den "Spezialakten" sein Talent unter Beweis gestellt hat. Somit bleibt ein lachendes und ein weinendes Auge, denn angesichts der ungemein kurzweiligen Erzählung hätte man sich noch mehr 007-Episoden aus dem Jahr 1941 gewünscht.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Splitter Verlag




 


 
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