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Malicious

In Japan ist "Malicious" bereits 2010 erschienen, nun kommen auch Europäer in den Genuss des ungewöhnlichen PSN-Titels. Hat sich die Wartezeit gelohnt?

(C) Alvion / Malicious / Zum Vergrößern auf das Bild klickenBei "Malicious" handelt es sich im Grunde um ein simples, aber knallhartes Actionspiel, am ehesten vergleichbar mit "Devil May Cry", "Bayonetta" oder auch "Dynasty Warriors". Der große Unterschied: "Malicious" besteht ausschließlich aus Bosskämpfen. Dabei ist es aufgebaut wie ein "Mega Man"-Titel: Die fünf Bosse sind in beliebiger Reihenfolge bezwingbar, und nach einem gewonnenen Kampf erhält man die Spezialfähigkeit des jeweiligen Finsterlings. Sind alle fünf erledigt und somit alle Fähigkeiten erlangt, wartet ein finaler Obermotz im epischen Endkampf.


Der Einstieg in "Malicious" ist, sagen wir, altmodisch. Mit Story-Sequenzen oder gar Tutorials hält man sich nicht lange auf, nach ein paar Textboxen steht die Spielfigur in der Hub-Welt und ist bereit, sich ins Geschehen zu stürzen. Sobald man einen der fünf Levels auswählt, wird die Figur in eine Arena katapultiert, in welcher nicht nur ein gigantisches Bossmonster, sondern auch endloser Nachschub an fiesen kleinen Gehilfen warten.


Wer blind drauflos spielt, wird also höchstwahrscheinlich seinen Hintern versohlt bekommen. Deshalb ist es ratsam, erst einmal im Menü den Punkt "Game Manual” auszuwählen und sich mit den grundsätzlichen Mechaniken und der Steuerung vertraut zu machen. Sobald man das Prinzip begriffen hat, zeigt sich, dass "Malicious" in die Kategorie "Einfach zu lernen, hart zu meistern” fällt.


Im Wesentlichen geht es darum, zunächst den endlosen Schwall an kleinen Gegnern zu bekämpfen, um sogenannte "Aura” zu sammeln, die sich einsetzen lässt um die Attacken der Spielfigur zu verstärken und ihre Wunden zu heilen. Anschließend lässt man die kraftvollen Aura-Attacken auf das Bossmonster niederprasseln. Diesen Rhythmus wiederholt man so oft, bis der Lebensbalken des riesigen Scheusals auf Null gesunken ist. Das Ganze ist betont Arcade-artig ausgelegt, mit Score System und einem Rating nach jedem Kampf. Trotz seiner insgesamt kurzen Spielzeit lädt "Malicious" daher zum mehrmaligen Spielen der einzelnen Kämpfe ein.


Eine der größten Stärken des Titels ist aber fraglos die Präsentation: Jeder der insgesamt sechs Bosskämpfe stellt ein atemberaubendes audiovisuelles Spektakel dar, das mit surrealem Art Design sowie beeindruckendem Effektreichtum aufwarten kann und insgesamt zum technisch Besten gehört, was sich auf der PS3 finden lässt. Das Geschehen ist dermaßen episch inszeniert, dass es schon wieder ein bisschen schade anmutet, dass den Schlachten nicht doch durch eine etwas ausgefeiltere Hintergrundgeschichte ein tieferer Sinn gegeben wurde.



# # #  Andreas Dobersberger  # # #



Grafik: 10/10
Sound: 9/10
Steuerung: 7/10
Spielspaß: 7/10
Gesamt: 7



Plattform: PSN
Entwickler: Alvion
Publisher: Alvion
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