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Ich bin Nummer Vier (Touchstone)

Eine Handvoll geheimnisumwitterter Außerirdischer hat sich vor ihren Verfolgern auf die Erde geflüchtet und versucht, ein normales und unauffälliges Leben zu führen. Im Laufe der Jahre erwachen übermenschliche Kräfte in ihnen und somit ist es nur eine Frage der Zeit, bis sie aufgespürt und vernichtet werden.
John (Alex Pettyfer)(c) Dreamworks/Touchstone Pictures / ich_bin_nummer_vier / Zum Vergrößern auf das Bild klicken ist allem Anschein nach ein durchschnittlicher Jugendlicher, doch als beim Flirten im kühlen Meer plötzlich sein Fußgelenk grell zu strahlen beginnt, wird schnell klar dass es sich bei ihm nicht um einen normalen Menschen handelt. Er kommt von einem fremden Planeten, von dem er als Kind fliehen musste um den erbarmungslosen Eroberern seiner Heimat zu entwischen. Mit ihm konnten auch acht andere Kinder auf die Erde entkommen und seither zieht er mit seinem Mentor Henri (Timothy Olyfant) von einem Ort zum andern. Immer wieder wechseln sie die Identität und ständig muss John darauf achten, sich unauffällig zu verhalten und kein Aufsehen zu erregen. Als er heranwächst, fängt er an Dinge zu spüren und ungeahnte Kräfte beginnen sich in ihm zu regen. Durch eine mentale Verbindung zu den anderen acht Flüchtlingskindern wird ihm auf schmerzhafte Weise klargemacht, dass ihre Häscher sie gefunden haben und bereits drei von ihnen getötet wurden.


Aber das wirklich beunruhigende an der ganzen Sache ist, dass er die Nummer Vier sein soll. So einfach geben sich John und Henri aber nicht geschlagen und machen deshalb, was sie schon immer gemacht haben: Weglaufen. Der heranwachsende John hat jedoch langsam die Schnauze voll vom ständigen Leben im Schatten, davon das Leben nicht genießen zu können und immer darauf achten zu müssen, unbemerkt zu bleiben – besonders als er nach dem letzten Umzug in das idyllische Kaff Paradise die junge Sarah (Dianna Agron) kennen lernt und sich prompt in sie verliebt. Natürlich bleibt die Romanze nicht von Komplikationen verschont und nach kurzer Zeit wird John aufgespürt. Diesmal hat er jedoch nicht vor wegzulaufen, sondern zu kämpfen und seine Kräfte endlich gegen die feindliche Übermacht einzusetzen.


Regisseur D. J. Caruso, der sein Können unter anderem schon mit "Taking Lives" (2004) und "Disturbia" (2007) unter Beweis gestellt hat, bringt mit "Ich bin Nummer Vier" einen weiteren Film hervor, den er als Erfolg verbuchen kann. Anstelle einer langatmigen Vorgeschichte wird man mitten ins Geschehen geworfen und erhält die nötigen Infos zur Story in Form von Flashbacks zwischendurch. Das bringt vor allem eins: Tempo. Von Beginn an ist dafür gesorgt, dass beim Zuseher keine Sekunde Langeweile aufkommt. Wenn die Handlung nicht gerade von actionreichen Verfolgungsjagden vorangetrieben wird, schwenkt Caruso einfach gekonnt auf die emotionale Teenager-Liebeskiste um und verbindet diese gefühlvoll mit der ersten Handlungsebene. Auch wird das Klischee des Teenagers mit übernatürlichen Kräften nicht über alle Maßen strapaziert, hingegen überraschend viel Wert auf die Beziehungen zwischen John und Henri als auch John und Sarah gelegt.


Das alles zusammen ergibt einen soliden und sehr unterhaltsamen Film mit ungeahntem Facettenreichtum – auch wenn der durchwegs gute Gesamteindruck in den letzten 20 Minuten mit einem hastigen, etwas überstürzten und weniger gut durchdachten Finale etwas getrübt wird. "Ich bin Nummer Vier" punktet vor allem mit einem starken Aufbau, einer durchdachten Einführung und adäquaten Darstellung der Figuren sowie durch die anfängliche Zurückhaltung und die gute Einbindung von Actionelementen. Beinahe die gesamte Laufzeit über hat man als Zuseher wirklich große Freude an den Geschehnissen, daran kann auch das etwas übertriebene Ende nichts ändern.


###Christoph Höhl###




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