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Lazarus X+66

Abseits des unklaren Schicksals von Forever Carlyle beleuchtet dieses Spin-off mehrere Personen mit wesentlichen Rollen im globalen Konflikt der Familien.

(C) Splitter Verlag / Lazarus X+66 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNoch ist unabsehbar, wann (und ob) die von Amazon angekündigte TV-Adaption von "Lazarus" über die Bildschirme flimmern wird, doch zumindest geht es jetzt mit der Comic-Vorlage wieder voran. Bevor wir im Frühjahr 2019 auch hierzulande erfahren, was aus der am Ende des fünften Bandes schwer verletzten Forever Carlyle geworden ist, schiebt der Splitter Verlag mit "X+66" ein insgesamt sechs Kapitel umfassendes Spin-off ein. Dieses diente vor allem den Zweck, Zeichner Michael Lark eine dringend benötigte Atempause zu verschaffen, um sich einem anderen Projekt widmen zu können, wurde aber von Autor Greg Rucka dazu genutzt, um sich verschiedenen Personen seiner Polit-Dystopie zu widmen, die in der einen oder anderen Weise in den Konklavenkrieg involviert sind.


Seinen Titel verdankt "X+66" der Zeitspanne von 66 Jahren, die vergangen ist, seit sich mehrere Familien getroffen haben, um die Welt einem Kuchen gleich unter sich aufzuteilen. Sechs Kapitel, jeweils von einem Gastzeichner umgesetzt, fungieren als Bestandsaufnahme im zweiten Jahr des Konklavenkrieges, treiben gleichzeitig aber auch die Geschichte abseits der Geschehnisse rund um die Familie Carlyle voran. Während die Lazari der Familien Nikosi und Meyers-Qasimi zu einer geheimen Einrichtung der ausgelöschten Familie Soleri entsandt werden, um essentielle Informationen über ihr gefürchtetes Pendant in Diensten der Vassalovkas zu bergen, gibt dieser an anderer Stelle einem auf ihn angesetzten Killer seine Herkunft preis.


Casey Solomon, verdiente Heldin des Duluth-Feldzugs, lässt die beinharte Ausbildung zum sogenannten Dagger, welche direkt mit einem Lazarus zusammenarbeiten, über sich ergehen. Ihre Eltern wiederum beginnen an ihrem schönen neuen Leben als nunmehrige "Knechte" zu zweifeln, das sie nun über ihre einstigen Leidensgenossen, den "Abfall", erhebt. Loyalität ist ein zweischneidiges Schwert – und Joacquim Morray könnte wortwörtlich ein Lied davon singen, schließlich verdankt ihm Forever Carlyle ihre Stichwunde im Rücken. Dass seine Familie trotzdem nicht von seiner Treue überzeugt ist, wird ebenso in einem eigenen Kapitel abgehandelt wie die brisanten Recherchen von Seré Cooper zum Verbleib von Jonah Carlyle.


Mitunter könnte man glatt glauben, dass Michael Lark in Sachen Artwork gar nicht abwesend ist. Das stimmt zwar, weil er beratend tätig war, soll an dieser Stelle aber vielmehr ein großes Lob an Steve Lieber, Mack Chater, Justin Greenwood, Alitha Martinez, Bilquis Evely und Tristan Jones ausdrücken, die einen super Job gemacht haben. Greg Ruckas Story (mit Hilfe von Eric Trautmann, Aaron Duran und Neal Bailey) vermag das Niveau der Hauptserie locker zu halten und vertieft viele von deren Themen auf fesselnde Art, sei es die Entmenschlichung der Lazari als Maschinen, während sie andere für gottgleiche Geschöpfe halten, oder die Wahrheit als erster Verlust im Krieg, sowohl jenem der Worte als auch der Waffen.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Splitter Verlag




 


 
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