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Grimm Fairy Tales – Die Traumfresser-Saga 1

Das große Crossover der "Wonderland"-Macher ist eine kurzweilige Angelegenheit, wirft aber so manche Frage auf.

(C) Panini Comics / Grimm Fairy Tales - Die Traumfresser-Saga 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeit dem ersten "Wonderland"-Band von 2010 veröffentlicht Panini beständig weiteres Material der amerikanischen Comic-Schmiede mit dem märchenhaften Touch, Zenescope Entertainment. Nach den Abenteuern von Alice Liddle in und außerhalb des gefährlichen Wunderlands gingen kürzlich die "Grimm Fairy Tales – Mythen & Legenden" ins Rennen, jetzt wird mit der "Traumfresser-Saga" nachgelegt.


In diesem zwölfteiligen Crossover von 2011 müssen sich Charaktere mit außergewöhnlichen Fähigkeiten aus verschiedenen Reichen mit einem uralten Wesen auseinandersetzen, das ihre Existenz bedroht. Der Traumfresser ist befreit worden und hat mächtig Appetit sowohl auf Bewohner des Wunderlands wie die Herzkönigin und die Grinsekatze als auch auch auf den vampirischen Pan aus dem Nimmerland oder die Baba Yaga.


Zwischen Gut und Böse unterscheidet der Traumfresser nicht, seine Aufgabe ist schlicht die Welt der Menschen zu schützen und Wesen mit mythischen Kräften zu verschlingen. Die können sich jedoch trotzdem nicht zurücklehnen, vor allem nicht wenn sie Calie oder Violet Liddle heißen…


Die "Traumfresser-Saga" zog sich in den USA über je zwei Ausgaben von "Grimm Fairy Tales", der ersten und bis heute noch laufenden Zenescope-Serie, "Myths and Legends" sowie diverse Oneshots. So kommt es, dass dem deutschen Leser mehr als eine Handvoll Charaktere begegnet, die ihm unbekannt sind – dementsprechend entmutigend sind die vorkommenden Verweise auf Geschichten, die hierzulande noch unveröffentlicht sind.


Das ist bei der Lektüre der sehr interessant angelegten Story auch der einzige Haken, möglicherweise wäre es sinnvoll gewesen die ganze Chose nach hinten zu schieben und zuerst Material zu bringen, das die nun offensichtlich klaffenden Wunden gefüllt hätte. Zumindest bleibt die Hoffnung, dass Panini diese Scharte noch auswetzt – an Raven Gregorys vor fantasievollen und gewohnt märchenhaften Elementen nur so strotzenden Erzählung und den Artworks der beteiligten Zeichner gibt es jedenfalls nichts auszusetzen. Man kann gespannt auf den abschließenden zweiten Band sein.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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