SEGA hat neulich einen Blick hinter die Kulissen des ersten großen Release im Jahr 2010 gewährt: "Alien vs. Predator". In einer halbstündigen Präsentation bekamen wir den Beginn der Alien-Kampagne zu sehen, ehe wir selbst Hand anlegen durften. Danach stand uns Chris Kingsley, CTO und Studio-Mitbegründer des britischen Developers Rebellion Rede und Antwort. Rebellion hatte schon 1995 für den Atari Jaguar und 1999 für den PC erfolgreiche "Alien vs. Predator" Spiele entwickelt. Auch der aktuelle Titel wurde in den letzten zwei Jahren mit gehörigem Aufwand produziert, um den eigenen hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden und einen neuen Referenztitel für Ego-Shooter auf den Markt zu bringen. Denn grafisch hat das Spiel einiges zu bieten.Auf der Xbox 360 konnten wir in alle drei spielbaren Kampagnen hinein schnuppern. Besonders die Alien-Kampagne, zu der es bis jetzt noch wenig Informationen gab, stand im Mittelpunkt des Previews. Dabei spielt man ein besonders intelligentes Exemplar. An Wänden hoch klettern und über die Decke laufen gehört ja zum Standardrepertoire. So sind Aliens die einzige Rasse im Spiel die sich mit Angriffen von der Decke Vorteile verschaffen. Auch der Schwanz, der als Fernkampfwaffe benutzt werden kann, sorgt für ordentlich Blutspritzer am Schirm. Zusätzlich kann man Lichtquellen zerstören und sich im Dunkeln verstecken. Dunkelheit ist überhaupt ein entscheidender Vorteil der Aliens. Dafür ist es als Colonial Marine umso grusliger durch die dunklen Gänge zu streifen und stets auf Alienangriffe aus dem Hinterhalt vorbereitet zu sein.
Denn natürlich kann man im neuen "AvP" auch wieder Marines und Predatoren spielen. Auch als Predator ist es wichtig sich im Schatten oder auf Baumwipfeln zu verbergen und auf den richtigen Moment für einen Angriff zu warten. Die Waffenauswahl ist zwar enorm groß, aber ein waschechter Predator killt seine Opfer aus nächster Nähe. Gerade im Finishing hat "AvP" einige interessante, sprich blutige, Variationen zu bieten, sowohl bei Aliens, als auch bei Predatoren. Der Kampf zwischen diesen beiden bekannten SciFi-Rassen liefert die Grundlage für drei unabhängige Single Player Kampagnen und einen einzigartigen 3-way Multiplayer mit dedicated servers.
Gerade wegen der großen Fanbasis wollte man bei Rebellion nicht einen Abklatsch der Filme produzieren, sondern hat Wert auf eine eigene Story gelegt. Selbstverständlich hat man sich dabei freizügig bei Elementen aus der Franchise bedient, soweit Twentieth Century Fox bzw. SEGA Freizügigkeit zugelassen haben. Die vorhandenen Waffen und deren Sound sind etwa originalgetreu aus den Filmen übernommen worden. Da stimmen alle Details. Schließlich sind die Leute im Entwicklerteam selbst die größten Alien vs. Predator Fans und wissen was sie produzieren.
Der Haken an der Sache: "AvP" wird nicht in Deutschland erscheinen, da Publisher SEGA gar nicht erst versucht hat den Titel der USK zur Einstufung vorzulegen. Eine Kennzeichnung sei so wie so nicht zu erwarten gewesen und Veränderungen am Spiel wollte man Seitens Rebellion prinzipiell nicht vornehmen. Das Game sei nun einmal für ein erwachsenes Publikum entwickelt worden. In jenen Ländern die erwachsenen Spielern nicht die Freiheit geben ihre Unterhaltungsmedien selbstbestimmt zu wählen wird "AvP" nicht erscheinen. Bleibt nur der Import. In Österreich erscheint "AvP" am 19.02.2010.





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