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Skate & Music Special Deleted Scenes

Das große Special "50 Years of Skateboarding & Music" musste seinerzeit leider um einige Seiten gekürzt werden, da das SLAM #49 ansonsten in Buchform erschienen wäre! Unter die Kürzungen sind leider auch die besten Skatevideos gefallen.

Wir wollen euch diese essentiellen Informationen nicht länger vorenthalten – viel Vergnügen bei den "Deleted Scenes"!


Birdhouse: "The End" (1998)

Cover The End (C) Birdhouse / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWer hätte gedacht, das Skateboard- und Business-Saubermann Tony Hawk beim vierten Video seiner Company "Birdhouse" ein Werk veröffentlicht, das so vor Anarchie und Zerstörung strotzt wie dieses. Im Part von Heith Kirchart und Jeremy Klein werden zu ROB ZOMBIEs "Superbeast" mit einem brennenden Van Werbeschilder, Bäume und Büsche niedergefahren und zum Schluss wird auch noch das Gefährt in einem spektakulären Unfall zerstört. Ein weiteres Highlight der beiden ist, wie sie mit einer mobilen Ramp ausgestattet zum Song "Under Pressure" von DAVID BOWIE mit QUEEN auf brennenden Hütten, Linienbus-Wartehäuschen und Tankstellen-Zapfsäulen skaten. Für Tony Hawks Part wurde in Mexiko in einer Stierkampf-Arena ohne offizielle Erlaubnis eine gigantische Vert-Ramp mit Looping gebaut. Zu PROPELLERHEADs "On Her Majesty’s Secret Service" versucht Tony, den Looping auszufahren. Ob er es schafft? Seht selbst. Jedoch ist Tony nicht der erste, der so etwas probiert, denn der erste Loop-Versuch geht auf Skateboard-Legende und Punkrocker Duane Peters zurück.


Auch der Part von Andrew Reynolds hat es in sich: Er ist einer der wenigen Skater, der es schafft, aus einem Handrail-Trick einen Flip zu machen.  Begleitet wird das Ganze von DJ SHADOWs Hit "Organ Donor", der vom ersten Album kommt, das gänzlich aus Samples besteht. Auch Adult-Filmfans kommen auf ihre Kosten, da die Starlets Kobe Tai und Janine Lindemulder einen kurzen Auftritt haben. Aber Achtung: Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist und sich das Video zulegen will, sollte unbedingt auf die VHS-Version zurückgreifen, denn in der DVD-Version wurden einige Hits entfernt und durch triviale Songs ersetzt. Anhand dieses Streifens sieht man wieder, dass Tony Hawk Geld hat, denn eine normale Skateboard-Company könnte sich niemals die ganzen Special- und Pyrotechnik-Effekte leisten.


Powell Peralta: "Ban This" (1989)

Jeder, der sich für die Geschichte des Skateboardings Cover Ban This (C) Powell-Peralta / Zum Vergrößern auf das Bild klickeninteressiert oder selber Skateboard fährt, sollte dieses 77 Minuten lange Video besitzen oder zumindest schon einmal gesehen haben. Produziert wurde der Streifen 1989 von George Powell, seines Zeichens Pionier der Skateboard-Herstellung und Besitzer von "Powell Skateboards", und Stacy Peralta, aus dessen Feder der Skateboard-Dokumentarfilm "Dogtown and Z-Boys" und der Hollywoodfilm "Lords of Dogtown" stammt.  In "Ban This" wird eindrucksvoll bewiesen, was für Tricks trotz der breiteren und schwereren Oldschool-Boards möglich sind. Tony Hawk, Steve Caballero und Mike McGill beweisen ihr grandioses Halfpipe- und Betonpool-Können. Cameron Martin, Ray Barbee und Per Welinder bestechen mit astreiner Oldschool-Street-Action, wobei One Foot-, Wheelie-, Handstand- und Fingerflip-Variationen für offene Münder sorgen. Auch wird gezeigt, dass 360ies, 360-Flips und hüfthohe Ollies mit den fetten Planken durchaus möglich sind.


Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, gibt es mehrere Fake-Werbungen, ein Skate-Scooter-Rennen ("Back To The Future"-Fans wissen, was gemeint ist), es werden die Rampen kurzerhand ins Haus transportiert, um – inspiriert durch das Video zu "Possessed To Skate" – auch mal durch die Wohnräume zu skaten. Der Soundtrack ist im Punkrock-, Hardcore- und Oldschool-Hiphop-Bereich angesiedelt und passt ausgezeichnet zur rauen Skate-Action. Wer dieses Video noch nicht zu Hause hat, sollte es sich unbedingt zulegen. Nachdem man es sich angesehen hat, überkommt einen der große Drang, bei Powell eines der neu aufgelegten Oldschool-Boards zu kaufen und wieder in alter Manier zu shredden.


"Big Brother"-Serie (1996-2001)

Wer sich für solides Skateboarding und kranken Blödsinn à la "Jackass" interessiert, sollte sich unbedingt die Video-Quadrologie "Shit", "Number Two", "Boob" und "Crap" des "Big Brother"-Skateboard-Magazins besorgen. Hier haben sich Johnny Knoxville, Bam Margera, der Wee Man und Konsorten vor ihrer Entdeckung durch MTV und dem "Jackass"-Hype ausgetobt. Ansonsten ist sich das "Big Brother"-Team auch nicht zu schade, Schlägereien, Skateboarder, die über übergewichtige halbnackte Frauen springen, oder allerlei alkoholschwangeren Unfug auf Partys in die Videos einzubauen. Zwischendurch kommen öfters Mr. T oder "Hustler"-Herausgeber Larry Flynt, um nur einige vorkommende Berühmtheiten zu nennen, zu Wort.


Skatetechnisch werden hauptsächlich die besten Tricks und Runs von diversen Touren des "Big Brother"-Magazins gezeigt, bei denen Contests oder auch einzelne Skateboarder besucht werden, um mit ihnen zu drehen. Somit ergibt sich in den vier Videos ein anspruchsvoller Trickmix an vielen bekannten Skatespots in den USA.
Der Soundtrack ist so vielseitig, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Ob TURBONEGRO, U2, RICKY MARTIN, IGGY POP, DAFT PUNK, SLAYER, SAXON, BOMFUNK MCs, VANILLA ICE, PAT BOON oder BRUJERIA – die Liste ist lang.


Höhepunkte: Das Skaten eines Ghettoblasters zu LL COOL Js "Radio" im Trainingsanzug oder Johnny Lee Countee im DEVO-Outfit zugange zum Sound seiner Lieblingsband. Außerdem gibt’s Ausschnitte von einem TWISTED SISTER-Konzert, Wrestling-Action mit MISFITS-Bassist Jerry Only und ein Glamrock-Musikvideo von Skateboard-Clown Simon Woodstock…und das ist noch lange nicht alles. Jedem, der das ultimative Partyvideo mit professionellem Skateboarding und köstlicher Unterhaltung sucht, sei diese Videoreihe wärmstens empfohlen.


Toy Machine: "Welcome To Hell" (1996)

Dieses 30-minütige Meisterwerk ist nicht von ungefähr eines der bekanntesten Skateboardvideos und All-Time Favorite. Es bietet pures Skateboarding ohne humoristische Zwischeneinlagen, wie von anderen Skatevideos bekannt, sowie einen ausgezeichneten, zum "Toy Machine"-Style passenden Soundtrack mit Betonung auf Rock und Metal. Das Video beginnt mit einem Song von Jello Biafras Sideproject LARD, auf den der Part von Mike Maldonado zu MISFITs "London Dungeon" folgt. Elissa Steamer darf als nächste zeigen, was in ihr steckt. Als erste Frau, die ihr eigenes Signature Deck bekam und in der Videospielreihe "Tony Hawk’s Skateboarding" als steuerbarer Charakter vertreten ist, beweist sie in ihrem Part dass sie es locker mit den männlichen Kollegen aufnehmen kann. Ausnahme-Skater Jamie Thomas, der Eigentümer von Zero Skateboards, der immer wieder durch seinen kompromisslosen Skatestil auf sich aufmerksam macht, lässt es zu "Hallowed Be Thy Name" krachen. Zahllose Skateboard-Freaks kramten daraufhin wieder ihre alten IRON MAIDEN-Platten heraus. Jamie ist auch der einzige Skater, der das schwierigste Gap der Welt, das sechs Meter hohe "Leap of Faith", gesprungen ist, ohne sich einen Knochen zu brechen. Und wäre sein Skateboard nicht gebrochen, vielleicht hätte er den Sprung auch gestanden. Weitere bekannte Rider wie Ed Templeton oder Donny Barley und Brian Anderson sorgen ebenfalls für ein Trickgewitter sondergleichen. Musikalische Leckerbissen von PINK FLOYD, JEFFERSON AIRPLANE, SONIC YOUTH, BLACK SABBATH und D.R.I. machen dieses Video zu einem Klassiker, das jeder Skateboarder sein Eigen nennen sollte.


Zero: "Dying To Live" (2002)

Cover Dying To Live (C) Zero Skateboards / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn diesem erbarmungslosen Video zeigt das "Zero"-Skateteam 42 Minuten lang, was es am besten kann: Kompromisslos Shredden, "hoch, weit und gefährlich". Was die Teamrider dabei riskieren, ist in einer der härtesten Slam Sections ersichtlich, die es wirklich in sich hat. Hier tut es schon beim Hinschauen weh. Labelchef Jamie Thomas überzeugt wieder mit solidem Skateboarding und packt auch bei manchen Tricks das Oldschool-Board aus. Der Trick des Videos kommt von Rodney Mullen und lässt sich kaum beschreiben, also lieber selber anschauen. Dass Rodney sehr viele kranke Tricks macht und einer der technisch besten Skateboarder der Welt ist, beweist er auch ausgiebig im Video "Round Three" der Skateboard-Company "Almost", das ebenfalls sehr empfehlenswert ist. Der Soundtrack von "Dying To Live" kann sich auch sehen bzw. eher hören lassen: "Tormentor" von SLAYER, "500 Miles" von den PROCLAIMERS, "One Vision" von QUEEN und "Territorial Pissings" von NIRVANA lassen in schönen Erinnerungen schwelgen. Weitere Burner kommen von JEFFERSON AIRPLANE, STYX, RUSH und ENNIO MORRICONE. Hauptsache Oldschool, hat man sich hier anscheinend gedacht – und das ist auch gut so. Ein weiteres Video, das man als Skater (oder Skateboarding-Begeisterter) unbedingt mal gesehen haben sollte.



# # # Nikolaus Schauersberger # # #
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