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COLDPLAY/RICHARD ASHCROFT

10.07.05, OPEN AIR (PIELACHTAL)
ashcroft03_g / Zum Vergrößern auf das Bild klickenRegen, Schlamm, Dreck, Gummistiefel und eine riesige Menschenmasse: Davor fürchtete ich mich, als ich auf dem Weg Richtung Pielachtal war. Natürlich hielten diese Komponenten die Vorfreude auf die bevorstehenden Konzerte im Zaum, aber man darf sich doch nicht unterkriegen lassen. Die gar nicht mal so schlechten Österreicher von VELOJET, welche die Opener des heutigen Tages werden sollten, wurden aus dem Programm gekickt. Die erste Enttäuschung meinerseits war jedoch, dass ich den wunderbaren RICHARD ASHCROFT leider erst ab dessen Hälfte des Sets gesehen habe. Als ich vom Auto, das im Nachbarort parkte, Richtung Gelände stampfte, hörte ich die Klänge von Songs wie „Lucky Man“ und „A Song For The Lovers“. Während dem Song „The Drugs Don’t Work“ befand ich mich nun auch endlich im Gelände und der Schlamm schien auch fast vergessen. Das Ende von RICHARD ASHCROFTs Set bildete das wunderbare „Bittersweet Symphony“, welches immer wieder ein warmes Gefühl ins Herz zaubert. Eine Stunde verging und man war nun bereit für den Auftritt von COLDPLAY. Der einzige Grund, warum man sich an einem wettermäßig hässlichen Tag mitten in Schlamm auf einem Feld im Pielachtal tummelte. Es ist soweit! Chris Martin und seine Mannen betreten das erste Mal eine österreichische Bühne und starten ihre Show mit „Square One“. Berührend schön und hypnotisierend warm empfand ich das Konzert von Anfang an. Bevor die ersten Töne von „Yellow“, der ersten Singleauskoppelung und Sprungbrett der Band, begann, bedankte sich Martin mehrmals beim Publikum. Absolut sympathisch und gut gelaunt schien die Band zu sein. Musikalisch bewiesen COLDPLAY mit dieser Show, dass sie wirklich eine der führenden Livebands sind. Quer durch den Gemüsegarten spielte man die Songs aus allen drei Alben. Ob nun “The Scientist”, “Clocks”, “Speed Of Sound” oder “White Shadows”. Ein persönlicher Höhepunkt schien mir, als die Band eng beieinander stand und akustisch die Songs „Til Kingdom Come“ und „Don’t Panic“ spielten. Wunderschön! Nach über einer Stunde verließen COLDPLAY die Bühne, um kurze Zeit später für ihre Zugabe wieder zu erscheinen. „Swallowed In The Sea”, “In My Pace” und “Fix You” bildeten den Abschluss. Bei „In My Place“ wurde das Publikum am kräftigsten von Martin miteinbezogen bzw. bezogen sich die Zuschauer von alleine am stärksten mit ein und man sang lauthals den Refrain „...yeah, how long must you wait for it“ mit. Während „Fix You“ wirbelte Chris Martin ein Licht durch die Luft, mit dem er durch kurzes Anreißen eine kleine Explosion herbeiführte bzw. sprühten Funken aus dem Bühnendach. Pyroshow auf COLDPLAY-Art. Ein würdiger Abschluss der Superstars, die nach kurzer Zeit wohl eine der bekanntesten und besten Livebands weltweit sind und wahrscheinlich auch noch länger bleiben werden.

Wolfgang Scheitel
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