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Batman Graphic Novel Collection 77

"Gothtopia" ist eines jener seltenen Beispiele für ein Crossover, das ruhig epischere Dimensionen vertragen hätte können.

Batman Graphic Novel Collection 77Als im Zuge der "New 52" das zweite Volume von "Detective Comics" die Heftnummer 27 erreichte, drängte sich eine Jubiläumausgabe als Referenz an den allerersten Batman-Auftritt von 1939 geradezu auf. DC ließ sich die Gelegenheit 2014 natürlich nicht entgehen, nutzte die zusätzliche Aufmerksamkeit aber auch für den Start einer neuen Storyline, die insgesamt zwei Handvoll an Bat-Titeln von Januar bis März des Jahres umfassen sollte und auf einer ebenso einfachen wie cleveren Prämisse fußte: Was wäre, wenn Gotham nicht wie üblich das gefährlichste Pflaster und die Stadt mit der höchsten Verbrechensrate wäre, sondern sauber, friedlich und fast ohne Kriminalität?


Willkommen in der Welt von "Gothtopia", wo genau dies Wirklichkeit geworden und Batman nicht als Dunkler Ritter, sondern sogar in einem freundlichen, hellen Kostüm unterwegs ist. Es gibt wenig zu tun für ihn und seine Partnerin (und Liebhaberin) Selina alias Catbird, doch als er sich bei einem Kampf gegen Poison Ivy eine Verletzung zuzieht, beginnt die Fledermaus an dem fast perfekten Leben zu zweifeln. Kann es sein, dass Pamela Isley die Wahrheit gesagt hat und Friede, Freude, Eierkuchen in Gotham nur eine Lüge und bloße Fassade darstellen?


Es wurden in der Vergangenheit bekanntlich schon ganz andere Ideen, denen man eine kürzere, komprimiertere Erzählweise gewünscht hätte, zu monatelangen Crossovers auswälzt. Bei "Gothtopia" verhält es sich jedoch anders, denn hier ist es schade, dass dem Konzept von John Layman ("Chew") nicht noch mehr Platz eingeräumt wurde – abgesehen von einigen Tie-ins findet die Story, die wehmütige Erinnerungen an die einstige "Elseworlds"-Schiene weckt, nämlich in gerade einmal drei Heften Platz ("Detective Comics" 27-29), solide respektive formidabel gezeichnet von Aaron Lopresti und Jason Fabok.


Kaum beginnt man die spannende Illusion und die verschiedenen umgekehrten Vorzeichen, die hier vor Helden und Schurken gesetzt werden, mit Neugier zu erkunden, macht sich der (hier eher Helle statt) Dunkle Ritter daran, das Experiment auch schon wieder zu beenden. Andererseits stellt sich natürlich die Frage, ob eine längere Erzählform ein ähnliches Qualitätslevel erreicht hätte? Fragen über Fragen also! Eine davon hat sich Eaglemoss wohl zumindest bezüglich des ansonsten sehr knappen Umfangs gestellt und deshalb auch noch zu Beginn die ebenso kurzweiligen "`tec"-Ausgaben 25 und 26 abgedruckt.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Eaglemoss





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.batman-collection.de.


 
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