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Die drei ??? Special: ...und das Grab der Maya

Ein Zufallsfund auf dem Schrottplatz verhilft den drei Fragezeichen unverhofft zu einem neuen Fall. Ist die Steinfigur in einem der Umzugskartons tatsächlich ein Hinweis auf einen versteckten Schatz?

Die drei ??? Special: ...und das Grab der MayaImmer wieder kommt es vor, dass sich auf dem Gelände des Gebrauchtwarencenters von Onkel Titus kleine Schätze verbergen. Dies geschieht einmal mehr, als die drei Fragezeichen in einem Umzugskarton auf eine ungewöhnliche Steinstatue stoßen. Erste Nachforschungen legen eine Herkunft aus der Mayakultur nahe, was durch die Beschaffenheit aus Jade noch weiter untermauert wird. Dass die drei Fragezeichen womöglich direkt auf dem Schrottplatz auf einen neuen Fall gestoßen sind, bestätigt sich, als sie im Inneren der Figur eine Karte finden. Gibt sie tatsächlich die Lage eines bisher unentdeckten Grabs eines Maya-Herrschers preis?


Der Jagdinstinkt der Juniordetektive ist geweckt und man begibt sich auf die Suche nach weiteren Anhaltspunkten, die mehr über die Statue und die geheimnisvolle Karte verraten können. Noch ahnen die drei Detektive nicht, dass die Dinge ganz anders liegen als sie zunächst scheinen, denn im Verborgenen ziehen gleich mehrere Fraktionen ihre Fäden und versuchen Justus, Peter und Bob für ihre Ziele zu manipulieren. Dies ist der Auftakt spannender Ermittlungen, in denen gleich mehrere Gegenspieler gegen die drei Fragezeichen antreten und dabei alles daran setzen unerkannt zu bleiben.


Präsentiert sich die eigentliche Serie immer einmal wieder in recht wechselhafter Form, was sicherlich oftmals den Buchvorlagen geschuldet ist, so kommen die Specials bisher ohne wirkliche Rohrkrepierer aus. Da macht "…und das Grab der Maya" keine Ausnahme, ganz im Gegenteil, denn hier wird dem Hörer ein verzwickter Fall präsentiert, der eine Laufzeit von fast nahezu zwei Stunden vollkommen rechtfertigt. Im vorliegenden Fall zeigt sich, wie viel Potential diese Serie immer noch besitzt, wenn man bereit ist einmal die ausgetretenen Pfade zu verlassen und Justus, Peter und Bob zugesteht, sich erwachsener zu präsentieren, ohne das Stammpublikum vor den Kopf zu stoßen.


Tatsächlich wird der Spannungsbogen bis zuletzt aufrechterhalten und dem Publikum dann ein überraschender Twist geboten. Ganz nebenbei gelingt es auch noch auf eine sehr entspannte Art auf lange Erklärungsorgien zu verzichten, denn zum Ende hin liegen tatsächlich alle Fakten auf dem Tisch und dies auch für eine für den Hörer durchaus nachvollziehbare Weise. Die Story paart geschichtliche Fakten mit einer unterhaltsamen Jagd nach einem verschollenen Schatz, die immer wieder neue Wendungen bereithält, sodass Längen und unnötige Dialoge hier Fehlanzeige sind.


Man mag es kaum glauben, aber auch einer der bedeutendsten Nebenfiguren dieser langlebigen Serie werden hier noch neue und unbekannte Facetten hinzugefügt, die für eine gewisse Tiefe der Rolle sorgen. Die Dialoge klingen natürlich und immer wieder blitzt der Wortwitz auf, welcher der Serie ihren ganz eigenen Stempel aufgedrückt hat. Die musikalische Untermalung deckt die kompletten vielschichtigen Aspekte der Handlung ab vermag es auf eine wohltuend organische Art, diese an den richtigen Stellen emotional aufzuladen. Die Geräusche sind wie immer gut gewählt, aber gerade die kleinen Details im Hintergrund machen hier den Unterschied und heben diese Produktion aus der Masse hervor. Gerne mehr davon!


Tim Kreuer hat vor noch nicht allzu langer Zeit ein schweres Erbe angetreten und den leider verstorbenen Andreas von der Meden als neuer Sprecher von Skinny Norris beerbt. Hier kann er erstmals unter Beweis stellen, dass er ein mehr als würdiger Ersatz ist und wie viel man aus dieser Rolle machen kann. Ein mehr als guter Auftritt! Merete Brettschneider kann als undurchsichtige Sheryl überzeugen und zeigt einmal mehr, dass es gerade die weiblichen Charaktere sind, die die drei Fragezeichen im besonderen Maße fordern.


Jürgen Thormann stellt klar, warum er bereits seit so vielen Jahren zur absoluten Spitze unter den Hörspielsprechern zählt, und versteht es auch hier seine eigenen unverwechselbaren Akzente zu setzen. Eigentlich sind die drei Hauptakteure immer eine feste Bank, auch wenn das Skript nicht zu überzeugen weiß, im vorliegenden Fall ist aber zu hören, dass hier mit viel Freude und Herzblut zu Werke gegangen wurde. Wer eine gute Story im Zusammenspiel mit überzeugenden Sprechern erleben möchte, sollte hier unbedingt zugreifen, "…und das Grab der Maya" darf man sicherlich zu den besten Veröffentlichungen der letzten Jahre zählen.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Europa/Sony Music




 


 
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