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Blue Submarine No. 6

Das letzte militärische Aufgebot sammelt sich, um die Vernichtung der Menschheit inmitten einer im Wasser versunkenen Welt zu verhindern.

(C) Nipponart / Blue Submarine No. 6 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWir schreiben das Jahr 1967 – der Begriff Manga ist hierzulande wohl nur einer Handvoll von Personen ein Begriff. Von Januar bis November erscheint im Magazin "Weekly Shonen Sunday" die Serie "Blue Sub 006" von Satoru Ozawa, die fast drei Dekaden, bevor Kevin Costner mit "Waterworld" in zweierlei Hinsicht baden ging, eine postapokalyptische Erde präsentierte, deren Städte im Meer versunken sind. 1998 entstand unter der Regie von Mahiro Maeda ("Final Fantasy: Unlimited", "The Animatrix", "Kill Bill Vol. 1") eine OVA-Adaption, die von Nipponart nun erstmals in hochauflösender Form in Deutschland vorgelegt worden ist.


Die vier jeweils knapp halbstündigen Episoden schildern eine Menschheit, die im wahrsten Sinne des Wortes dabei ist, endgültig unterzugehen. Verantwortlich dafür ist der wahnsinnige Wissenschaftler Zorndyke, der durch die Störung des Magnetfelds der Erde gewaltige klimatische Veränderungen ausgelöst hat. Das Schmelzen der Polkappen und die daraus resultierende Überflutung weiter Teile der Welt kostete rund eine Milliarde Menschen das Leben, der Rest fristet inmitten der Fluten ein kümmerliches Dasein. Einzig die Truppen der Organisation Blue, der Zorndyke einst angehörte, stellen sich ihm und seinen Mischwesen, den mit Kiemen ausgestatteten Chimären, in den Weg.


Der 18-jährigen Mayumi Kino, die zur Crew des Unterseeboots Nummer 6 gehört, fällt eine Schlüsselrolle für die nahende letzte Konfrontation in der Antarktis zu. Sie soll den aus dem Dienst ausgeschiedenen nunmehrigen Freibeuter Tetsu Hayama zurückholen, was allerdings erst glückt, nachdem dieser erkennt, dass auch jenes Kriegsschiff von Zorndykes Armada in den Konflikt involviert ist, mit dem er noch eine Rechnung offen hat. Als ihm jedoch eines der feindlichen amphibischen Lebewesen, das zur Art der Mutio gehört, dem er vorher selbst geholfen hat, zu Hilfe eilt, dämmert ihm, dass die letzte Schlacht wohl nicht mit Waffen geschlagen werden sollte.


Für "Blue Submarine No. 6" wurde massiv auf Computereffekte zurückgegriffen, was die Animationen zwar heute wohl nicht mehr als "State of the art", aber als in Würde gealtert erscheinen und die Gefechte unter Wasser auch auf Blu-ray gut rüberkommen lässt. Unerwartet für ein Science-Fiction-Setting ist der Score, der in die Gefilde von Funk und Jazz abtaucht und sowohl atmosphärisch als eigentlich auch zum Erscheinungsjahr der Manga-Vorlage passt. Als Extras dieser gelungenen postapokalyptischen Parabel auf den Umgang des Menschen mit Andersartigen gibt es Einblicke in die Produktion und ein Interview mit Ozawa-sensei höchstpersönlich.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Nipponart




 


 
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