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Fraktal 5

Nur in letzter Sekunde ist es der Skyclad gelungen, dem unbekannten Aggressor zu entkommen. Doch die Gefahr ist keineswegs gebannt.

(C) Gigaphon Entertainment/Delta Music / Fraktal 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNun ist es Gewissheit, die Skyclad hat nicht nur jegliche Möglichkeit in die Heimat zurückzukehren verloren, sondern man muss sich eingestehen, dass der Fraktal-Kosmos ein äußerst gefährlicher und tödlicher Ort ist. Ohnmächtig musste man der Vernichtung der gesamten Flotte eines unbekannten Volkes zusehen. Nur eine einzelne Rettungskapsel konnte in letzter Sekunde aus dem Inferno zwischen den Sternen geborgen werden.


Von der einzigen Überlebenden erhoffen sich Captain Pierce und seine Crew Antworten auf einige ihrer drängendsten Fragen. Doch die Gerettete, die sich als Kari vorstellt, ist anfänglich nur wenig kooperationsbereit. Sie empfindet Mannschaft und Schiff als primitiv und ist nur widerwillig bereit, Informationen preiszugeben. Dies ändert sich erst in der Gegenwart des neu ernannten Lieutnant Jublonsky. Die Beziehung zu der Unbekannten entspannt sich sichtlich und es wird beschlossen, Kurs auf ihren Heimatplaneten zu nehmen.


Dann macht man an Bord der Rettungskapsel eine furchtbare Entdeckung, auch in ihr findet man einen der Zylinder, mit der die unbekannte Spezies die Schiffe ihrer Gegner analysierte. Welches Interesse haben die Aggressoren an der jungen Kari und welchen finsteren Plan verfolgen sie? Captain Pierce hat das Gefühl, dass ihm nur wenig Zeit bleiben wird, die Ziele des neuen Feindes zu erkennen und diese mit aller Macht zu verhindern.


Nun gibt es keinerlei Zweifel mehr, "Fraktal" ist sowohl inhaltlich als auch produktionstechnisch endgültig auf jenem Niveau angekommen, auf dem sich eine Science-Fiction-Serie gegenwärtig bewegen muss, um sich eine eigene Fanbase erarbeiten zu können. Doch nun sind die Kinderkrankheiten ausgemerzt und jeder, der sein Herz an Serienformate wie "Star Trek" oder "Perry Rhodan" verloren hat, wird an "Fraktal" seine Freude haben. Mit der fünften Folge der Serie macht man inhaltliche einen enormen Schritt nach vorn. So betritt mit der außerirdischen Prinzessin Kari nicht nur eine neue Figur die Bühne, sondern auch weitere mögliche Freunde und Feinde werden dem Hörer nähergebracht.


Erneut wird das Pedal in Sachen Action Richtung Bodenblech gedrückt, wenn die Skyclad den Unbekannten in ihren nahezu unverwundbaren Rüstungen entgegentritt, um das eigene Überleben zu sichern und die finsteren Pläne des Feindes in letzter Sekunde zu vereiteln. Immer wieder werden Hinweise auf den Heimatplaneten von Kari in die Dialoge eingestreut, der sich in vielerlei Hinsicht von der Erde zu unterscheiden scheint und so dem Hörer weitere Impulse gibt, am Ball zu bleiben und die Reise der Skyclad auch in Zukunft weiterverfolgen zu wollen.


Verabschiedete sich bereits die vierte Folge mit einem fiesen Cliffhanger von seinem Publikum, so wird dieser im aktuellen Fall noch um ein Vielfaches überboten. Da bleibt zu hoffen, dass die sechste Episode nicht allzu lange auf sich warten lässt. Seitdem man sich nicht länger auf die Einführung der Personen und des Sujets konzentrieren muss, legt die Geschichte um die Skyclad in puncto Spannung und Dichte ordentlich zu und dürfte insbesondere Fans von eher actionhaltigen Storys für sich gewinnen.


Die musikalische Gestaltung konzentriert sich einmal mehr auf kühle elektronische Klänge, die passend auf die geschilderten Ereignisse abgestimmt sind und an den richtigen Stellen auch nicht die nötige Portion Epik und Dramatik vermissen lassen. Die verwendeten Soundeffekte sind in jeder Szene angemessen und unterstreichen die Ereignisse an Bord der Skyclad in ansprechender Art und Weise. Zu jeder Zeit hat man das Gefühl, sich in den unterschiedlichen Bereichen des Raumschiffs zu bewegen, das jedoch nie künstlich, leer oder steril klingt.


Erstmalig wurde die Zahl der Sprecher erkennbar erweitert und dabei auch um die bekannte Synchronstimme von Claudia Urbschat-Mingues, die hier in der Rolle der Kari debütiert. Ihr gelingt es die anfänglich abweisende Art der Außerirdischen mit den richtigen Betonungen und Pausen zum Hörer zu transportieren. Dank ihrer Performance dürfte man schon nach wenigen Sätzen einen guten Eindruck davon haben, was für ein Charakter Kari ist und wie sie von ihrer Umwelt wahrgenommen wird.


Auf ebenfalls gewohnt hohem Niveau agieren Bettina Zech, Michael L. Schäfer, Gordon Piedesack und der Rest der zu hörenden Stimmen. "Trojaner" ist in allen Belangen der Höhepunkt der bisherigen Serie. Es bleibt zu hoffen, dass die Serie eine Chance erhält und sich am Markt etablieren kann, denn inhaltlich zählt "Fraktal" ohne Zweifel zu den Serien mit einem enormen Potenzial.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Gigaphon Entertainment/Delta Music




 


 
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