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Fallen 5

Das Haus der Kollars wird zur Todesfalle. Gleich mehrere Interessensgruppen versuchen, die kleine Marie in ihre Gewalt zu bekommen.

(C) Imaga / Fallen 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Flucht nach Tschechien ist geglückt. Im Haus der Gebrüder Kollar erhofft man sich nun, mehr über die Engel und ihre Herkunft in Erfahrung bringen zu können. Scheinbar verfügt das ungleiche Brüderpaar über einen beträchtlichen Wissensschatz zu den geflügelten Wesen. Schnell wird jedoch klar, dass die beiden nicht bereit sind, alle ihre Geheimnisse preiszugeben. Mithilfe von Maries außergewöhnlichen Fähigkeiten ist es jedoch ein Leichtes, die Lügen der Männer zu durchschauen. Von Gartner schafft es, die Brüder Ziggy und Pavel zum Reden zu bringen.


Ihre Enthüllungen lassen ihm den Atem stocken. Seit über zwei Jahrzehnten halten sie einen Engel in ihrem Keller gefangen. Es gelingt von Gartner mit dem Wesen in Kontakt zu treten, dabei erfährt er Unglaubliches. Währenddessen man im Inneren des Anwesens mehr über den Kampf der Engel und ihre Herkunft erfährt, braut sich vor der Tür neues Unheil zusammen. Gleiche mehrere Gruppen sind bereit bis zum Äußersten zu gehen, um Marie Dufage in ihre Gewalt zu bekommen.


Im fünften Durchgang bekommt der Hörer endlich Antworten auf eine nicht gerade geringe Anzahl seiner Fragen, allerdings nicht ohne neue aufzuwerfen. Sicherlich verpufft damit zunächst ein wenig die Spannung, was es mit den ominösen Engeln auf sich haben mag, allerdings ist es bei einer auf sechs Teile ausgelegten Staffel durchaus richtig und legitim, den Hörern einen Hinweis zu liefern, in welche Richtung sich die Geschichte entwickeln könnte.  Dabei werden aber zum Glück bereits neue Fragen aufgeworfen, die sicherlich in zukünftigen Folgen noch für reichlich gute Unterhaltung sorgen.


Zwar stehen die ruhigeren Passagen im Fall von "Prag" deutlich im Vordergrund, trotzdem bleibt noch genug Raum für actionorientierte Momente, für die jene Kräfte sorgen, die sich um das Haus der Brüder Kollar versammelt haben und zu allem bereit sind, um ihr Ziel zu erreichen. Hier bekommt der Hörer auch gleich eine Kostprobe geliefert, dass nicht nur Engel im Verborgenen unter den Menschen wandeln, sondern noch weitaus schlimmere Kreaturen. Zentrales Thema in dieser Folge ist die wahre Bestimmung von Marie, endlich wird klar, warum die verschiedenen Fraktionen der Engel ein so großes Interesse daran haben, das Mädchen zu entführen.


Die Auflösung dürfte bei nicht wenigen für einen ordentlichen Aha-Effekt sorgen, denn was sich hinter ihren Begabungen verbirgt, war so sicherlich nicht abzusehen und zeugt von der Kreativität des Autors. Die Musik passt sich wieder hervorragend in die Geschichte ein und man bekommt erneut eine runde Mischung aus gut gewählten Melodien und packenden Dialogen geboten. Geräusche spielen im fünften Teil der Serie eine eher untergeordnete Reihe, was sicherlich den doch recht lang ausfallenden Dialogen geschuldet ist, wenn jedoch Soundeffekte zum Einsatz gelangen, wissen sie die jeweilige Szenerie passend auszuschmücken.


Ein erheblicher Teil von "Prag" wird von Frank Röth als Friedrich von Gartner und Oliver Siebeck als El-Jophie übernommen. Siebeck hört man mit jedem Satz an, wie ihn die Jahre in Gefangenschaft mitgenommen und verändert haben. Aus jedem Wort meint man die Resignation eines Menschen zu hören, der sich mit seinem Martyrium abgefunden hat. Auch wenn sie im vorliegenden Fall ein wenig in den Hintergrund treten, liefern Hennes Bender und Torsten Sträter als komplett neben der Spur laufendes Brüderpaar einen der besten und unterhaltsamsten Hörspielauftritte der letzten Zeit ab.


Ebenfalls auf ganzer Linie überzeugen können wieder einmal Lilli Martha König als Marie und Kaya Marie Möller als Soderquist. König als verletzliches kleines Mädchen, das sich rein zufällig in einer Situation weit außerhalb jeglicher Normalität wiederfindet, und Möller als Amazone, der jeder Satz zu viel erscheint, sind die jeweils perfekte Besetzung für ihre Rolle. Dazu kommen bekannte Namen wie Frank-Otto Schenk, Tilo Schmitz und viele weitere bekannte Synchronsprecher, die ebenfalls alle ihr Handwerk verstehen und dies in "Prag" einmal mehr unter Beweis stellen.


Irgendwann erwartet man von jeder Geschichte zumindest erste Antworten zu erhalten, damit man nicht die Lust verliert, dem weiteren Verlauf zu folgen. "Prag" löst dieses Versprechen gegenüber dem Hörer auf beeindruckende und unerwartete Weise ein. Man darf gespannt sein, wie sich das Finale von "Fallen" präsentieren wird.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Imaga




 


 
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