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Amplifier

22.02.07, Chelsea (Wien)

Donnerwetter und Blitz, was für eine Hitze!

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„The biggest three-piece in the world“ steht noch immer als Eigenbeschreibung auf der Homepage www.amplifiertheband.com. Und man möchte fast meinen, die drei Jungs aus Manchester seien hier etwas überheblich und gelten schon zu lange als Geheimtipp für „das nächste große Ding“. Nun, beim Konzert im unlängst 20 Jahre alt gewordenen Wiener Indie-Club Chelsea, haben sie am 22. Jänner es jedenfalls wieder einmal bewiesen, dass sie selber bereit wären für die Weltherrschaft.
Im engen Gewölbe unter den historischen Wiener Stadtbahnbögen brannte die Luft. Es war, eng, heiß, schweißtreibend und schwer verraucht, und das lag definitiv nicht nur daran, dass der meteorologische Winter heuer wie ein schlechter Witz vom Villacher Fasching daher gekommen ist. Die Progrock-Erneuerer von Amplifier haben sich im Laufe der Jahre eine treue wie begeisterte Fangemeinde auch in Österreich erspielt.
Die erste Runde des Gigs gehörte ganz den Klassikern der Band, die ersten vier Nummern waren vom ersten, für viele Kenner noch immer das bisher beste Album der Band: „Airborne”, “Motorhead”, “Procedures” temperierten die Sache mal vor. Dann ließ Sänger Sel Balamir einen Zuhörer auf einer mitgebrachten Mundharmonika (was man halt so braucht auf einem Rockkonzert) in sein Mikro blasen, was Bassist Neil Mahoney dazu brachte, den jungen Fan zu loben, weil er das gleich folgende Bassriff so gut auf der Harp spielen konnte. Und es brach Donnerwetter aus der Hitze: “Panzer”, ebenfalls vom ersten Album und früher Höhepunkt des Konzerts.
Dann drei Tracks vom jüngsten Longplayer der Band, “Hymn of The Aten”, das programmatische “O Fortuna”. Auf “Old Movies” folgte der Bandhit “Consultancy” vom ersten Album, hernach kurz wieder zurück in die Zukunft mit “Strange Seas”. Zum Finale wieder eine Batterie Klassiker: “Neon”, “One Great Summer, “On/Off”.
Zugaben wurden erschöpft, aber begeistert gefordert wie gegeben: “Scare Crows”, der Hidden Track von der EP “The Astronaut Dismatels HAL”, and “Glory Electricity”, ein Track von der Zusatz-EP, die mit dem Re-Release der ersten Amplifier-CD als Goodie mitgegeben wurde.
Euer nimmermüder SLAM-Reporter fragte Sänger und Mastermind Sel Balamir nach dem Konzert, knapp bevor sie in den Tourbus stiegen, warum die “alten” Songs dermaßen prominent im Programm stehen. Seine Antwort: “Als wir letztes Jahr tourten, haben wir fast nur Songs aus dem neuen Album gespielt. Wir merkten, es war Zeit, das Set umzudrehen. Wir haben einfach eine gute Auswahl getroffen – es ist egal, wo die Songs herkommen. Manche sind von der EP oder sind B-Sides.”
Wie hat das Publikum in Wien auf die neuen Nummern reagiert? Sel: “Jetzt ist das Album doch schon ein paar Monate draußen, und die Leute reagieren mehr und mehr auf die Tracks. Ich glaube, unsere Songs brauchen eine Zeit lang, bis sie unter die Haut gehen.”
Welcher Gig hat Euch bisher am meisten getaugt? “Das kann man so schnell nicht sagen – ich glaube es hängt vom Wetter ab (lacht). Ok, als wir aber zuletzt in Hamburg gespielt haben, das war fairly insane. Aber das war auch zu Halloween.”

Leo Szemeliker
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