A propos warm werden, die Temperatur ist eine gute Voraussetzung für ein Konzert, weil man sich schon bewegen muss, um nicht zu frieren. Unter der Vorahnung von eventuellem Regen stecken meine Füße in Cowboystiefeln (robust und so) und sind dementsprechend ab der Hälfte des Gigs in einem bemitleidenswerten Zustand. Sind anscheinend doch eher zum Reiten als zum Stehen gedacht, die Stiefel.
Um circa halb zehn geht es dann los: Der Kunstnebel hat sich zwar noch nicht verdichtet, da er ständig weggeweht wird, aber trotzdem marschieren Ed und Tom unter dem Anfangsbeat zu ihren Geräten. Und was für Geräte! Gut das mittlere Drittel der Bühne wird von sich auftürmenden Sequencern, Synthies und Samplern eingenommen, eine Bastei aus Equipment, hinter der die Brüder im Geiste fast verschwinden.
Hinter ihnen die riesige LED-Wand, von der der Blick im Laufe des Abends nur mehr selten abschweifen wird.
Und dann beginnt das Spektakel mit „Galvanize“. Der Sound. Die Visuals. Überwältigend. Glasklar und stampfend die Beats und Bässe, alles vibriert, und man MUSS. sich. bewegen, der Körper als eigenständiges Wesen, welches nur mehr dem Kommando der Musik folgt, Mund und Augen weit offen, Blick fixiert auf die Laser und die „Leinwand“. Handgranaten, Schachspringer, elektronische Tänzer, ein beunruhigender Clown, Pistolen, Männer in Uniformen, Friedenstauben, architektonische Zeichnungen von Kirchen, explodierende Farbbälle, oder einfach nur farbige Kreise, visuelles Vollprogramm.
Wie Marionetten hängen die Tänzer zwischen Visuals und Beats. Rundherum zuckende Leiber.
Und ein bisschen furchteinflößend ist das Ganze auch – man stelle sich vor man steht ganz klein inmitten all dieser Menschen, rundherum ist es dunkel, nur von vorne das Inferno. „Unnatürliche“ Musik, zusammengebastelt und zum Leben erweckt durch infernalische Schaltkreise, ein Stampfen, ein Pulsieren – Kein Wunder, dass elektronische Musik konservativen Kreisen sehr lange suspekt war. Kein Wunder, dass manche ihr Empfinden solcher Ereignisse chemisch beeinflussen, um alles noch besser auskosten zu können.
Kele Okerekes Stimmsample von „Believe“ wird einige Male mit anderen Sachen gemischt, bevor vielleicht zehn Minuten später die Kernsequenzen aus dem Radiohit ertönen. Weitere Tracks sind „Private Psychedelic Reel“ und „Golden Path“, des Weiteren eine Mischung als alten und neuen Stücken.
Etwas, was bei vielen aktuellen Konzerten aus dem Rock/Pop-Sektor – vor allem bei Pop – fehlt, ist die Variation, das Abweichen von den Albumversionen in den Livesets. Wir befinden uns vielleicht mit einem Fuß im Populär-Genre (einfach WEIL sie bekannt und beliebt sind), aber sonst läuft das hier anders. Die Komponenten sind variabel, das Endprodukt auch. Tracks werden verändert, gehen in einander über, so wie es sein soll. So, wie es bei elektronischer Musik normal ist.
Danach: Unverschämte Merchandise-Preise und eine ausgezeichnetes Tortilla Con Soja vom Standl.
Agnes Wieninger





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