when the music becomes alive Letzten September hat es noch geheißen, „Tut mir leid, ich fürchte, bei der kommenden Europa-Tour sind wir nicht in Österreich“ (Jon). Doch Dinge ändern sich. Irgendwann im Jänner bekomme ich eine sms, „coops 4. märz arena!!!“ gefolgt von „ich geh jetzt und hyperventiliere!“. Wie wahr! Es gibt ja Leute, die sich bei so einem Anlass extra einen Kalender mit Kästchen zulegen, die sie dann abkreuzen können. Ganz so weit ging es dann doch nicht, aber in sehr engen Grenzen hat sich die Vorfreude auch nicht gehalten. Und so war es am Sonntag endlich, endlich so weit. Ausrüstung zusammenraffen, raus aus der Wohnung, rein in die U-Bahn, auf zur Arena. Fotopass abholen. Und dann bemerken, dass die Halle fast leer ist. Wo sind all die Leute? Nun gut, man kann es niemandem verübeln, der von dem Konzert nichts gewusst hat, war schließlich absolut nirgends auch nur ein einsames Plakat angebracht. Nada. Niente. Doch zum Glück füllt sich der Saal langsam, aber stetig, und nach der Vorband LADYBIRD, welche wahrscheinlich gerne NIRVANA wären (was ist schlimmer, 60er Klon-Bands oder 90er Klon-Bands?) kommt man sich nicht mehr ganz so vor wie ein Frosch in einem leeren Swimmingpool. Während der ersten drei Lieder („Head“, „Been Training Dogs“, „Waiting Game“): Fotos machen. Sind in der Event-Galerie zu finden. Danach, schnell wieder in die Menge geschmissen und die Großartigkeit dieser Band erlebt. Der Band und des Publikums, bitte! Zuerst wirkt es noch so, als würde das ein stinknormaler Gig werden. Sicher, das Haus COOPER ist für solide live-Qualität bekannt und beliebt, aber irgendwie, es sind doch nicht genug Leute… Mitnichten. Man stelle sich einen Gig vor, bei dem das GESAMTE Publikum ALLE Lieder aus ganzem Herzen mitsingt. Wo im Takt geklatscht wird, angefeuert wird, gejohlt wird. Kurz, es entsteht eine Energie, das glaubt man nicht. Und das freut natürlich wiederum die Band, welche sich noch mehr ins Zeug legt und ihre genialen Werke noch genialer, weil eben lebendig, werden lässt. Grandios. Setlist: "Head" "Been Training Dogs" "Waiting Game" "Damage" "Homo Sapiens" "New Toys" "Connect" "A.I.M." "All I See Is You" (der erste Mantra-Moment: der Liedtitel wird am Ende 16mal wiederholt geschrieen, wer hier seine Stimmbänder schont, ist selber schuld.) "Film-Maker" "Promises Promises" "Who Needs Enemies?" (Kommentar hinter mir in der Pause vor dem Schlusstakt des Liedes: „Orgasmus, oder?“ – dann haucht Sänger Ben Gautrey das letzte Wort ins Mikrophon. Fazit: „JETZT aber!“) "Blind Pilots" Als Zugabe die Überraschung: Written Apology“ und „Let’s Kill Music“! Lange nicht mehr live gespielt… nahtloser Übergang zu „Panzer Attack“ Version 2.0, Stichwort: Rave. Man singt mit, da tönt es von der Bühne, „louder!“. Und so steigert es sich, bis man sich Mantra-artig die Seele aus dem Leib brüllt: „Here comes the panzer attack! Here comes the panzer attack! Here comes the panzer attack! Here comes the panzer attack! Here comes the panzer attack! Here comes the panzer attack! HERE COMES THE PANZER ATTACK! HERE COMES THE PANZER ATTAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAACK!!!“ (hust, hust, keuch, krächz.) PS: Eine Ansage, die im Kopf hängen geblieben ist: „Have a nice March… have a fantastic April…“ Denkpause. „..have lots of sex in May.“ PPS: Der BH, welcher irgendwann auf die Bühne geflogen kam, stammte von einem männlichen Teil der Zuhörerschaft. Priceless. Fortsetzung: Mailand, nächster Tag. Drei Stunden Schlaf sind einem vergönnt während der Wahnsinnsaktion „wir fliegen für einen Tag nach Mailand, um uns ein Konzert anzuschauen“. Die Szenerie ändert sich gewaltig: Der Rainbow-Club ist, wenn überhaupt, halb so groß wie die große Halle der Arena, die von der COOPER TEMPLE CLAUSE am Vortag bespielt worden ist. Und das Publikum im Vergleich dazu ein Gelwürfel, ziemlich unbeeindruckt. Die reisende Fraktion kann sich noch so sehr ins Zeug legen, wir sind zu wenige, um die restlichen Leute anzustacheln. Die Band ist verzweifelt – wie kann man nach dem gestrigen Erfolg nun diesen zähen Haufen zum Rocken bringen? Das Resultat ist eine Ausnahmeshow, in der alles erlaubt ist. Tom verlässt während des Intros von „All I See Is You“ die Bühne (bedeutungsschwangere Blicke zwischen Ben und Kieran, welche sich ein paar Takte länger als sonst mit den Synthies spielen) und kommt leicht schwankend zurück. Vielleicht gab es ein technisches Problem, vielleicht sind hier andere Dinge ins Spiel gekommen. Auf jeden Fall wird jetzt gepost, was das Zeug hält und Fußball mit dem Schellenring gespielt (Kieran), Gitarren geschwungen, Gitarrenhälse abgeleckt (Ben), sich gestreckt und geräkelt, damit man ja schön die Hüftknochen und den „treasure trail“ sieht (Tom), Dan bietet das für ihn typische „Bauchweh-gekrümmte“ Gitarrenspiel dar, und Jon wird nachher wieder über sein Schlagzeug hüpfen. Man überquert die Bühne, um sich gegenseitig auf die Schultern zu klopfen, Instrumente zu tauschen, sich zuzunicken, quasi: Man versichert sich, dass man nicht allein ist, sondern als Team da ist, das mehr als nur die Musik verbindet, nämlich fast lebenslange Freundschaft. Irgendwann während eines Wechsels wickelt Ben die Mikrophonschnur um Kieran’s Hals und erzählt, dass sie heute noch auflegen werden. Kieran zeigt auf Tom. Ohne Worte, „DER wird auflegen, nicht ich“. Tom, sonst bekannt für sein durchdringendes Starren, schaut heute nicht ins Publikum. Gegen Ende von „Written Apology“ lässt er sich auf den Rücken fallen, bleibt dort liegen, die akustische Gitarre umklammert, die er dann langsam zu Boden gleiten lässt. Die Rettung ist wieder „Panzer Attack“, ein bisschen Mitgeklatsche, wenigstens gibt es ein Mitsingen seitens der Zuschauer. Trotzdem werden nachher wieder Fans beim Bus stehen und ihre Schallplatten- und CD-Hüllen signieren lassen. In jeder Stadt ist es ein anderes Grüppchen, aber da sind sie immer. Die ganz treuen Fans. Agnes Wieninger Bilder in der Event-Galerie www.thecoopertemplelcause.co.uk |





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