Denn die knapp 13.000 Leute wollten an diesem Abend nur eins: rocken. Durchaus bemüht spielten sich die SPORTIS durch ihr Set, aber der Funke wollte nicht so recht überfliegen. Das sah ein paar Tage vorher als Headliner in der Westfalenhalle laut Zeugenaussagen wohl ganz anders aus, aber wer Grohl will, der lässt sich mit Brugger nicht vom Bierstand weglocken. Doch genug der Kritik, ab jetzt geht es in Superlativen weiter.
Denn pünktlich zum FOO FIGHTERS Opener "The Pretender" bricht der Wahnsinn los. Teufel noch eins, alles rockt. Die gesamte Halle, die vielköpfige, um Cellistin, Keyboarder, Percussionist und Pat Smear verstärkte Band und insbesondere Dave Grohl. Wie der viel zitierte Hulle. In bewährter Punkrockmanier wird hier ein Song an den nächsten gehangen, wie Dave der Meute in der ersten Unterbrechung erklärt. Man möge das halt so und wir wohl hoffentlich auch. Die lautstarke Antwort zaubert ein Lächeln in Grohls Gesicht. Überhaupt scheint er vom Publikum besonders angetan zu sein, so kann er es beispielsweise kaum glauben, wie euphorisch man auf die Ankündigung eines kleinen Akustik-Sets reagiert. Und wie dankt er das einem? Indem er uns Stück für Stück mit Perlen wie "Breakout", "Times Like These" oder dem neuen "Long Road To Ruin" in den Boden rockt. Die Sau.
Überhaupt kann es doch so einfach sein: wenn Dave bangt, bangt die ganze Halle, wenn Dave schreit, schreit die ganze Halle, wenn Dave rotzt, … ach, lassen wir das. Mit dieser Band, diesen Songs im Rücken und dem unangefochtenen Nummer 1 Performer des Rockbusiness kann, nicht nur an diesem Abend, einfach nichts schiefgehen. Die Folge? Nichts weniger als kollektives Durchdrehen bis zum letzten Sitzplatz, egal ob Dave nun bei "Stacked Actors" die Tribüne stürmt, ob er den Anfang von "Skin And Bones" mit einer Prise "Stairway To Heaven" würzt oder ob er sich bei "Monkeywrench" die Kehle blutig schreit – Oberhausen feiert die Band, den Frontmann und sich selbst. Und zwischendurch immer wieder diese kleinen Momente, in denen man sich vor lauter Freude kaum noch auf den Beinen halten kann. So wird die Vorstellung des Percussionisten zur Enthüllung der "Secret Weapon", denn man habe das, was keine andere Rockband des Planeten ihr Eigen nennt: einen Triangelspieler. Der auch gleich sein Können in einem Solo unter Beweis stellen darf. Köstlich.
Weniger köstlich schien das mit den Worten "Hey Mr. Beerguy – can I have one, please? What is it, three Marks?" bestellte Bier gewesen zu sein, die Mimik sprach trotz des eilig nachgeschobenen "Wow, now that’s tasty…" Bände. Immer wieder ungläubiges Staunen in den Gesichtern der FOO FIGHTERS angesichts der sich in der Halle abspielenden Szenen und Gesänge, die Dame neben mir bringt es mit "Well Dave, you should come to the Ruhrpott more often" auf den Punkt. Und wie beendet man einen Abend wie diesen? Natürlich mit "Best Of You". Der Todesstoß für tausende von Stimmbändern, ein letztes Mal geben alle alles und dann ist es nach knapp zwei Stunden auch schon vorbei. Erst auf dem Heimweg begreift man was man da eben gesehen hat: die gottverdammtnochmal beste Rockshow des Planeten. Besser geht es nicht.###Tom Küppers###





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