Alsdann, es trug sich Anfang Februar in Wien zu, daß der amerikanische Eurasier Sean Lennon zu Gast war, um uns mit seinen melancholischen Midtempo-Songs an einem an und für sich eh alles andere als kalten Winterabend, die Herzen zu erwärmen. Über die heimische Vorband BODHI breiten wir übrigens am Besten den Mantel des Schweigens (nein, es war nicht grauenhaft, nur grau; soll heißen; die Jungs haben die ihnen aufgetragene Arbeit brav verrichtet – sind nach einer halben Stunde alternativen Folkpoppens von der Bühne - und aus unser aller Gedächtnis entschwunden). Kurz nach 21 Uhr muß es dann soweit gewesen sein, dass der lockige Brillenträger mitsamt seiner Vierköpfigen Begleittruppe die Bühne des nicht schlecht gefüllten WUKs betrat. Übrigens wäre hier ein statistischer Querschnitt des Publikums und seiner Erwartungen gar nicht uninteressant. Wer kommt eigentlich zu SEAN LENNON? Indie-Menschen, die sich einzig und allein für das gar nicht so uninteressante (wenn auch recht sporadische) Schaffen des Herrn ONO-LENNON interessieren? Junge, wie auch ältere Beatle-Fans, die den Vater im Sohn wiedererkennen wollen (wobei ihnen Sean dankenswerterweise – zumindest äußerlich – entgegenkommt)? Sowohl als auch, die Grenze verläuft da wohl fließend, ist mein Resümee nachdem ich, der ich das Konzert aus der letzten Reihe beobachtet habe, meinen Blick mehrmals prüfend über die gut und gerne 500 Menschen, die sich im WUK an diesem Abend versammelt hatten, schweifen habe lassen. Sean ist es wohl ziemlich egal aus welchen Gründen die Leute gekommen sind. Er genießt es sichtlich auf einer Bühne stehen zu können. Locker, entspannt, ja direkt charmant führt er in der Manier eines Vollprofis durch den Abend. Die Songs werden, bei besten Soundverhältnissen sehr sorgfältig und inspiriert interpretiert. Der letzte Funke springt nicht über, auch weil der LENNON-Bub kein Energiebündel ist. Aber ein guter Gitarrist ist er, der schon mal ein ausuferndes Solo à la NEIL YOUNG hinrotzt (selbstverständlich inklusive des ein oder anderen falschen Tons; alles andere wäre fade Griffbrett-Wixerei!). Das Hauptaugenmerk liegt auf seinem aktuellen Album „Friendly Fire“; die andere SEAN LENNON-Langspielplatte, sein Debüt aus dem Jahre 1998 („Into The Sun“) wird aber dankenswerterweise auch das Eine oder Andere mal bemüht, wenn auch der wohl beste und bekannteste Song dieses Werks („Home“) leider nicht den Weg auf die Setlist gefunden hat. Insgesamt spielt er letztlich auch nur vierzehn Songs. Qualität vor Quantität scheint eine seiner Maximen zu sein. Das Publikum ging jedenfalls nach circa einer Stunde gepflegten Singer-Songwritertums größtenteils zufrieden nachhause. Was uns auch schon zu meinem Fazit bringt: ein gepflegter Wohlfühl-Abend ohne große Tief- wie Höhepunkte, jedoch gespickt mit vielen kleinen sympathischen Momenten und Eindrücken. Das war’s! Stefan Redelsteiner





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