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Game-Review: Metal Gear Solid Portable Ops (PSP)

„Metal Gear Solid“ und der Protagonist „Naked Snake“ stehen für subtiles Vorgehen und raffinierte Schleichmanöver. Sozusagen der spielerische Konterpart zum Rambo-Gehabe des „Duke“.


Metal Gear Solid Portable Ops (c) Konami/Konami / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDas Gameplay basiert weiterhin auf dem altbekannten „Tarnen und Täuschen“-Prinzip. Es gilt – möglichst ohne Aufsehen – MGS-typische Missionsziele zu erfüllen, Spionagetätigkeiten und die Infilitration militärischer Einrichtungen stehen im Vorder­grund.

Charakteristisch für die PSP-Umsetzung sind die umfangreichen Cut-Scenes, die den roten Faden des Plots bilden. Licht und Schatten liegen hier eng beisammen. Einerseits sind die Zwischensequenzen stimmig inszeniert und sehr atmosphärisch, andererseits kommt bereits nach kurzer Zeit das Gefühl auf, dass die Entwickler es mit der Länge der Filme ein wenig übertrieben haben.

Positiv hervorzuheben ist der faire Schwierigkeitsgrad, der auch Einsteigern eine realistische Chance lässt die Missionen vernünftig zu lösen. Entscheidet man sich dagegen für die Rambo-Methode wird man schnell enttäuscht, da die spielerische Herausforderung in einer möglichst subtilen Vorgehensweise liegt.

Für Abwechslung sorgen die Agenten-Kollegen. Jeder Agent verfügt über individuelle Skills, und als „Big Boss“ kann man die Kameraden auch zu bereits abgegrasten Einsatzorten beordern. In jedem Fall motivieren die vielfältigen Fähigkeiten der Agenten, da das Gameplay dadurch an taktischer Spieltiefe gewinnt. So abwechs­lungsreich das Spielprinzip ist, so steril wirken die wenig glaubhaften Locations. Hier wäre mehr Liebe zum Detail wünschenswert gewesen.

Metal Gear Solid Portable Ops (c) Konami/Konami / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Kamera ist frei drehbar, was auch bitter notwendig ist, denn die Standard­perspektive ist zu nah am Protagonisten positioniert. Das Resultat: mangelnde Über­sicht. Das ständige Nachjustieren nervt zwar zunächst, geht jedoch mit fortwährender Spieldauer in Fleisch und Blut über. Abgesehen davon präsentiert sich das Handling durchaus solide. Eine deutsche Synchronisation fehlt, jedoch wird man mit Untertitel bedient. Effekte und Score sind auf hohem Niveau.

Der Multiplayermodus glänzt durch die Vielfalt an verschiedenen Spielmodi und die Stabilität der Online-Duelle

Fazit: Das überaus erfrischende Gameplay wird nur durch die nervende Steuerung geschmälert. Die langen Cut-Scenes sind wohl Geschmacksache und der Online-Modus entschädigt für die technischen Mängel.

###Karl Stingeder###

Grafik: 7,5/10
Sound: 8/10
Steuerung: 6,5/10
Spielspaß: 8,5/10
Gesamt: 8

Entwickler: Konami
Publisher: Konami

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artikel closer s145 pc6© SLAM Media

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