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Game-Review: Ghost Trick – Phantom-Detektiv (Nintendo DS)

Familie der Videospielkunstwerke, heißt euren neuesten Sprössling herzlichst willkommen. Soviel Atmosphäre und Ideenreichtum gab es auf einer Spielkonsole schon lange nicht mehr, vor allem nicht auf einer kleinen wie Nintendo DS.

(C) Capcom / Ghost Trick - Phantom-Detektiv / Zum Vergrößern auf das Bild klickenVon Torschlusspanik innerhalb der Nintendo DS-Fangemeinde keine Spur. Kurz vor dem Verkaufsstart des Nintendo 3DS wurden noch die (geheimen) Superhits raus geschossen: Das "Okami"-Sequel "Okamiden" (Capcom), "Kingdom Hearts Re:coded" (Square Enix) und eben "Ghost Trick: Phantom-Detektiv" (ebenfalls von Capcom) machen den Abschied von der Ende 2004 ins Leben gerufenen Handkonsole nicht leicht, besonders wenn es sich bei "Ghost Trick" wohl um einen der innovativsten Titel in der DS-Veröffentlichungsgeschichte handelt. Alles beginnt mit dem eigenen Tod – man sieht seinen eigenen Leichnam auf einem Schrottplatz liegen und beobachtet wie eine junge Frau, die sich ebenfalls am Schauplatz des verächtlichen Geschehens aufhält, von einem Unbekannten ermordet wird.


Dank unbekannter (C) Capcom / Ghost Trick - Phantom-Detektiv / Zum Vergrößern auf das Bild klickenmysteriöser Kräfte hat sich die Seele des Spielers in einen bläulich leuchtenden Punkt manifestiert, der sogleich mit einer Tischlampe namens "Ray" (treffend: Lichtstrahl) ins Gespräch kommt, welche den Spieler über die aktuellen Umstände versucht aufzuklären. Denn: Über das eigene Vorleben sind einem keine Erinnerungen geblieben, außer an den Namen "Sissel", wie man in weiterer Folge dann auch genannt wird. Wer man war, warum man sich auf dem Schrottplatz aufgehalten hat und vor allem warum man ermordet wurde bleibt – noch – ungeklärt. Von Ray erfährt man aber, dass bei erst zurückliegenden Todesfällen (so oft man will) die Zeit zurückgedreht und das Unglück noch abgewendet werden kann. Entscheidend dafür ist die Fähigkeit von Gegenstand zu Gegenstand zu wandern – diese dürfen aber nicht zu weit voneinander entfernt sein.


(C) Capcom / Ghost Trick - Phantom-Detektiv / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSissel kann also in einen Tennisball wandern, diesen zum Rollen bringen und dadurch eine bis dahin außer Reichweite liegende Nachttischlampe erreichen, diese dann einschalten und somit einem potentiellen Mörder einen ordentlichen Schrecken einjagen kann. Auch kann Sissel mit den soeben Verstorbenen Kontakt aufnehmen und gemeinsam mit ihnen über mögliche Tatzusammenhänge und den allgemeinen Plot plaudern. Ebenso kann er in die Telefonleitung schlüpfen und an den Ort des kurz davor geführten Telefonats reisen, dadurch noch mehr Rätsel lösen und Sterbefälle verhindern. Die vielen Puzzlestücke finden nach und nach zu einander und vervollständigen das komplexe Mosaik aus Intrigen und Gewalt. Nichts kommt so, wie man es zuerst vermutet hat – die Spannung steigt bis ins Unermessliche!

 
Fazit: (C) Capcom / Ghost Trick - Phantom-Detektiv / Zum Vergrößern auf das Bild klickenGrafisch wandelt "Ghost Trick" in den höchstmöglichen Sphären und lässt wahrscheinlich sogar das ein oder andere PSP-Spiel seiner Art verblassen. Sissels Abenteuer lassen einen so schnell nicht los und es empfiehlt das Gänsehaut erzeugende Machwerk zu später Stunde am Besten vor dem Schlafengehen zu zocken. Nach der weltweit allgemein sehr guten Bewertung des Titels kann man auf jeden Fall auf einen Nachfolger hoffen.
 


# # # Thomas Sulzbacher # # #



Grafik: 9/10
Sound: 8/10
Steuerung: 9/10
Spielspaß: 10/10
Gesamt: 9,5


Entwickler: Capcom
Publisher: Capcom





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