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Team Undercover 13

Kann es tatsächlich sein, dass es in Rheinburg zu Fällen spontaner Selbstentzündung kommt? Oder stimmt es, dass die Bilder des sonderbaren Malers Brog verflucht sind?

(C) Contendo Media / Team Undercover 13 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenEigentlich sollte es ein vergnüglicher Abend werden. Durch einen Zufall verschlägt es Eddie, seine Tante und Lara jedoch nach Dienstschluss ins Verlagsgebäude des "Rheinburg Kurier". Wie aus heiterem Himmel bricht plötzlich ein Feuer in den Redaktionsräumen aus und kostet den dreien beinahe das Leben. Nur dem beherzten Eingreifen von Freddy ist es zu verdanken, dass Schlimmeres verhindert werden kann. Zunächst gibt es keine Erklärung, wie es zu dem verheerenden Brand kommen konnte, die ermittelnden Behörden stehen vor einem Rätsel. Bei einer Ausstellung bricht erneut ein vernichtendes Feuer aus. Das Team Undercover traut seinen Augen nicht, scheinbar ohne Fremdeinwirkung geht eines der ausgestellten Bilder in Flammen auf.


Ausgerecht ein Werk des umstrittenen Künstlers Christian Brog – ein Maler, um den sich eine Menge Gerüchte ranken. Es heißt der Mann habe den Verstand verloren und stehe mit dem Teufel im Bunde. Kann es sein, dass finstere Mächte ihr Unwesen in Rheinburg treiben und ohne jede Vorwarnung Häuser und Gebäude in Brand setzen? Eine Idee, an die Freddy, Ben und Hannah nicht so wirklich glauben wollen. Doch die kriminalistische Erfahrung rät den Junior-Detektiven, die Augen offen zu halten und auch unwahrscheinliche Möglichkeiten in Erwägung zu ziehen. Es gilt keine weitere Zeit zu verlieren, um dem Treiben ein Ende zu setzen, denn niemand weiß, wo der bisher unentdeckte Feuerteufel als Nächstes zuschlägt.


Kann man nach 13 Folgen davon sprechen, dass eine Serie reifer geworden ist? Im Fall von Team Undercover trifft dies auf jeden Fall im vollen Umfang zu. Konnte man bereits über die vergangenen Folgen hinweg, eine stetige inhaltliche Qualitätsverbesserung beobachten, so ist "Im flammenden Inferno" das bisherige Gesellenstück der Serie. Stringent und auf den Punkt, wirkt die Geschichte wie aus einem Guss, ohne unnötige Winkelzüge und Sackgassen im Handlungsaufbau. Das wirkt sich zum Glück nicht negativ auf den Plot aus, denn dieser weiß mit einem unverbrauchten Thema zu überzeugen. Dazu gesellt sich eine Spannungskurve, die stetig nach oben geht und nur wenig Zeit zum Durchatmen lässt. Der neueste Fall ist zwar mysteriös, allerdings gelingt es den Machern, auf allzu konstruierte Handlungsstränge zu verzichten und kann mit Glaubwürdigkeit punkten.


Hier zeigt sich, was alles möglich ist, wenn man geradlinig nicht mit plump verwechselt und bereit ist, sich auf den Kern der Geschichte zu konzentrieren. Auch in dieser Folge gibt man sich wieder Mühe, ein weiteres Stück der fiktiven Stadt Rheinburg Gestalt annehmen zulassen, so erfährt man ein wenig mehr über die ortsansässige Zeitung und die beruflichen Aktivitäten der Eltern von Team Undercover in ihrer Heimatstadt. Die Figuren sind erneut sehr lebensnah angelegt und könnten uns auch so jeder Zeit auf der Straße begegnen.


Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: "Team Undercover" bekommt immer mehr Format und entwickelt ein ganz eigenes Gesicht, sodass sich die Serie mittlerweile sehr eigenständig präsentiert und den Abstand zu den Platzhirschen des Genres weiter verringert. Die Soundeffekte tun ein Übriges, um sich schnell in die Handlung zu finden, insbesondere jene Szenen, die sich im brennenden Verlagsgebäude abspielen, sind äußerst spannend und realistisch geraten, hier wurde große Liebe zum Detail an den Tag gelegt. Neben einer glänzend aufgelegten Stammcrew ist in dieser Folge Konrad Halver in einer seiner letzten Rollen zu hören und Contendo hat es sich nehmen zu lassen, seinen Auftritt für eine kleine Hommage an sein Schaffen zu nutzen.


Dazu kommt die unverbrauchte Stimme eines Holger Löwenberg, der seinen Auftritt als Christian Brog gut inszeniert und seiner Figur ein gehöriges Maß an Glaubwürdigkeit mit auf den Weg gibt. Ebenfalls gut besetzt ist Tim Caspers in der Rolle des arroganten  und überheblichen Carl-Uwe Schreier. Die Musik ist passend gewählt, fügt sich gelungen in den Gesamtkontext ein und leistet ihren Anteil dabei, ein homogenes Gesamtbild zu hinterlassen. "Im flammenden Inferno" bringt den Jugendkrimi in einer erfrischenden und unverbrauchten Art auf den Punkt.


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Contendo Media/Delta Music



 



 
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