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Justice League Dark 1

Peter Milligan. John Constantine. Braucht es weitere Argumente?

(C) Panini Comics / Justice League Dark 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenIn der schönen neuen Welt von DCs "New 52" gibt es dankenswerterweise auch die versteckten, finsteren Ecken zu erkunden. Neben den diversen Titeln der Batman, Superman und Green Lantern Families wurde unter anderem auch "The Dark" ins unheilige Leben gerufen, hinter dem sich die Titel "Swamp Thing", "Animal Man", "I, Vampire", "Demon Knights", "Frankenstein, Agent of S.H.A.D.E." und "Justice League Dark" verbergen. Panini zeigt Mut zum Risiko, indem es vier der sechs Titel auch hierzulande veröffentlicht. Den Auftakt macht dabei "Justice League Dark", entstanden unter der Regie des bewährten Peter Milligan.


Wie der Titel schon nahelegt, sollte man sich unter der Zusammenkunft von "Hellblazer" John Constantine, Deadman, Zatanna, Shade the Changing Man, Madame Xanadu und Mindwarp ein Team vorstellen, doch so einfach liegen die Dinge nicht. Schließlich handelt es sich um Einzelgänger mit mittlerem bis schwerem psychischen Knacks, die gemeinsam eine Bedrohung aufhalten sollen, an der sich soeben gar die Justice League die Zähne ausgebissen hat. Die Hexe Enchantress dreht durch und stürzt das Land in Chaos und Blutvergießen, da sich ihre gute Hälfte June Moon von ihr gelöst hat und auf der Flucht ist.


Die Lösung des Problems fällt jedenfalls ebenso unspektakulär aus wie die Ursache, die man in dieser Form schon zu oft gesehen hat. Damit kann Peter Milligan nicht punkten, sondern mit dem, was dazwischen passiert. Bis die Bedrohung aus der Welt geschafft ist, dauert es nämlich eine ganze Weile, die die Charaktere vorrangig damit verbringen sich zu streiten. Hier gibt es viele Möglichkeiten, die Charaktere zu ergründen und ihre Egos zu beleuchten – Möglichkeiten, die Milligan gekonnt nutzt, um seine illustre Truppe zusammenzubringen.


Man merkt, dass er als gegenwärtiger "Hellblazer"-Autor John Constantine als coolen Macker inszeniert, der hier übrigens als jüngere Version seiner selbst agiert. "Justice League Dark" verkommt dadurch aber keineswegs zur One Man Show, auch die anderen, oft sträflich übersehenen und faszinierenden Charaktere aus der B-Riege von DC erhalten ihre Chance zu glänzen. Kongenial einhergehend mit Milligans Story und unterstützt von einer wunderbar stimmigen Kolorierung ist das exquisite Artwork von Newcomer Mikel Janin ein wahrer Augenschmaus und eine weitere Entdeckung, die dieser Band bereithält. Uneingeschränkte Empfehlung für "Justice League Dark"!



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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