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Prof. Sigmund Freud 5

Wiens berühmter Nervenarzt begibt sich auf Mörderjagd im Wiener Rotlichtviertel.

(C) Stil / Prof. Sigmund Freud 5 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer "Friedhof der Namenlosen" läutet die fünfte Runde von "Prof. Sigmund Freud" ein und ist zeitgleich mit "Stimulus" erschienen. Anders als in den beiden Vorgängern stehen in dieser Folge wieder die klassischen Ermittlungen eines Mordfalles im Mittelpunkt des Geschehens. Doch Sigmund Freud wäre eben nicht Sigmund Freud, wenn nicht auch hier ein psychologischer Background des Verbrechens und des Täters in den Fall mit einfließen würde. Anfänglich ist sich der Gendarm Karl Gruber nicht sicher, ob er es bei der Toten aus der Donau mit einem Selbstmord oder doch mit Mord zu tun hat. Als der Mordverdacht zweifellos bestätigt wird, unterstützen Freud und seine Tochter Anna die Untersuchungen des jungen Kriminalbeamten, die schnell in das Rotlichtmilieu der österreichischen Hauptstadt weisen. Schnell muss das ungewöhnliche Ermittlergespann erkennen, dass die Suche des Tatverdächtigen in der Wiener Halbwelt alles andere als ungefährlich ist und man schnell um das eigene Leben fürchten muss.


Die Idee für diese Folge stammt, wie bei allen vorherigen auch, wieder aus der Feder von Heiko Martens, doch fällt diese deutlich gegenüber den bisherigen ab. Im Kontext der Serie bedeutet das immer noch, dass diese Geschichte meilenweit über dem Durchschnitt aktueller Hörspielproduktionen rangiert, allerdings nicht mit so hochkarätigen Geschichten, wie sie die Folgen 2 bis 4 bieten, mithalten kann. Woran liegt das? Vielleicht an der eher behäbigen Erzählweise dieser Ausgabe. Dazu kommt, dass der Tathintergrund und die Umstände des Mordes für den Hörer vielleicht weniger interessant erscheinen als bei den bisherigen. Zudem verlangt diese Folge einiges ab, um den Handlungsverlauf immer folgen zu können.  Aus eben jenem Grund ist dringend davon abzuraten, dieses Hörspiel nebenbei oder während einer längeren Autofahrt zu hören, da so schnell wichtige Aspekte verloren gehen könnten. Die Produktion ist wie bereits gewohnt über jeden Zweifel erhaben und zeichnet sich durch ein hohes Maß an Liebe zum Detail aus, ob dies nun die Musik der Straßenmusikanten des Rotlichtviertels ist oder aber die Kulisse eines matschigen Ufers an der Donau, hier passt einfach alles. Selbiges kann wieder einmal von den Sprechern behauptet werden. Stil ist es mit dieser Serie gelungen, einige der besten Stimmen, die Deutschland zurzeit zu bieten hat, zu verpflichten.


Das Booklet ist im selben Stil wie seiner Vorgänger gehalten, nur das dieses Mal ein satter Ockerton die Szene beherrscht. Zusätzlich sind wieder einige Hinweise auf die Handlung und auf dem Cover zu finden und im Innenteil interessante Informationen zur Story enthalten. Am Ende der Produktion findet sich wie bei allen Folgen wieder ein wissenschaftlicher Kommentar zu den psychologischen Aspekten dieser Geschichte, dieses Mal vorgetragen von Dr. Wolfgang Sitte. Ihm gelingt es immerhin, dem Vortrag ein wenig mehr Leben einzuhauchen als seine Vorgängerin, allerdings sollte man diesen Track doch lieber überspringen, falls man die Folge nachts während einer längeren Autofahrt hört, das Unfallrisiko wäre einfach zu hoch. Es bleibt festzuhalten, dass es Stil gelingt, das hohe Niveau der noch jungen Serie auch in der fünften Folge halten zu können. Hoffentlich hat das Produktionsteam die Energie und insbesondere die finanziellen Mittel, um diese Serie am Markt zu etablieren. Das dies längerfristig geschehen muss, steht außer Zweifel. 



# # # Oliver Fleischer # # #



Publisher: Stil





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