SLAM Logo
© SLAM Media
SLAM #107 mit Interviews und Storys zu SONS OF APOLLO +++ MIDNIGHT +++ TRAIL OF DEAD +++ KOPFECHO +++ RAISED FIST +++ BOHREN & DER CLUB OF GORE +++ MONO INC. +++ FOLKSHILFE +++ APOCALYPTICA +++ u.v.m. +++ plus CD mit 10 Tracks! Jetzt am Kiosk!

Point Whitmark 33

Hochspannung pur! Eine unheimliche Gewitternacht hält so manch unangenehme Überraschungen für die Jungs vom Leuchtturm bereit.

(C) Decision Products/Sony / Point Whitmark 33 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSeitdem man sich von Folgenreich getrennt hat, erscheinen die neuen Folgen von "Point Whitmark" wieder im wohltuenden Turnus von drei Monaten, was für eine kontinuierliche Fortsetzung der Serie sorgt und viele Fanherzen erfreuen dürfte. Das neueste Abenteuer verschlägt die drei Freunde dieses Mal ins Landesinnere. Dort wollen sie eine Reportage über walisische Architektur machen, die sich auch in Point Whitmark, im so genannten Gruselviertel, wiederfindet. Dabei fällt immer wieder der Name Glanmorgan, ein berühmter walisischer Architekt, der vor einigen Jahren vom Blitz erschlagen wurde. Während ihrer Recherche werden die Freunde von einem Gewitter überrascht und sehen sich gezwungen, auf Glanmorgan Castle zu übernachten. Das Schloss, den Trutzburgen seiner Heimat nachempfunden, diente seinem Architekten einst als Wohnort.


Doch die Architektur war nicht die einzige Leidenschaft die Glanmorgan hegte, er interessierte sich außerdem  für die Malerei, genauer gesagt die Malerei mit Blut. Hinter vorgehaltener Hand erzählt man sich dass die Bilder des Schlosses mit Blut gemalt worden seien. Doch wie sich herausstellt, ist dies nicht das einzige was in dem düsteren Gemäuer nicht mit rechten Dingen zuzugehen scheint. Kaum sind die Jungs im Trockenen angelangt und froh, dem Gewitter entkommen zu sein, erklingen Schreie im leer stehenden Gebäude, die aus den Mauern zu kommen scheinen. Eine unheimliche Nacht liegt vor Tom, Derek und Jay, während draußen weiterhin das Gewitter tobt.


Zwei Merkmale haben "Point Whitmark" in der Vergangenheit zu einer der beliebtesten Hörspielserien werden lassen: Die ausgeklügelten Storys und das gute Gespür für die richtige Atmosphäre. Beides war zwischenzeitlich einmal mehr, einmal weniger abhandengekommen, doch seitdem man sich zu einem erneuten Labelwechsel entschieden hat, geht es in beiderlei Hinsicht deutlich bergauf. Was sich bereits mit Folge 32 abzeichnete, setzt sich hier erfreulicherweise fort. Die Geschichte ist gut durchdacht und weiß auch bis wenige Minuten vor Ende zu überzeugen. Es gelingt von Anfang an, den Hörer auf ein düsteres Abenteuer einzustimmen, das sich während einer Gewitternacht in den Mauern der nachgebauten Burg zuträgt. Schnell ist man mitten im Geschehen und fiebert mit den Jungs vom Leuchtturm mit.


Die Szenen in den dunklen Fluren und Gewölben sind gut umgesetzt und dem Team von Volker Sassenberg gelingt es, das entsprechende Flair hörbar zu machen. Die Geräusche sind am richtigen Platz und es wird auch auf Details großen Wert gelegt, wie etwa das Klirren einer Gardinenstange, die zu einer Krücke umfunktioniert wird. Die Musik tut hier ein Übriges, um die unheimliche Szenerie zu unterstreichen. Auffällig ist hierbei ein Geigenstück, das zum ersten Mal innerhalb der Serie zum Einsatz kommt und sich gut in den Gesamtkontext einfügt.


Alle Geschichten der Serie sind seit jeher von ungewöhnlichen und skurrilen Figuren bevölkert, die oft das besondere Etwas der jeweiligen Folge ausmachen. Hier trifft man gleich auf eine ganze Anzahl spleeniger Charaktere, die "Das Schloss des Blutmalers" bereichern. Der Glasaugenopa schießt dabei eindeutig den Vogel ab und man kann sich eines Schmunzelns nicht erwehren. Womit wir beim nächsten Pluspunkt dieser Folge wären, dem Humor. Einige Passagen des neuesten Abenteuers sind wirklich amüsant und wirken keineswegs aufgesetzt oder, wie es leider manchmal in anderen Serien vorkommt, wie ein Fremdkörper. Hierfür beide Daumen hoch.


Die Sprecher sind ein weiterer Grund, warum diese Geschichte gut zu unterhalten weiß. Besonderes Lob geht an dieser Stelle an Hannelore Minkus, die in ihrer Rolle als Adwen Cadoc glänzt. "Das Schloss des Blutmalers" zählt ganz klar zu den besten Folgen jenseits von Nummer 20 und es ist eindeutig zu erkennen, dass man auf dem Weg zu alter Stärke ist, so darf es gerne weiter gehen. Gegenüber der direkten Konkurrenz von der Westküste hat man im Moment deutlich die Nase vorn. 



# # # Oliver Fleischer # # #



Publisher: Decision Products/Sony Music





Das gefällt mir! Weiter-tweeten
Fernab von schwülstigem Kitsch legt auch die Blutsauger-Fraktion einen gelungenen Start im neuen DC-Universum hin.
Um das Leben seiner Eltern zu retten, steigt unser wackerer Held gegen eine waschechte Wunschgöttin des Höllenfeuers in den Ring.
David Kushners Buch ist nicht nur für "GTA"-Fans, sondern für jeden Videospiel- und Popkultur-Interessierten eine Pflichtlektüre.
Peter Milligan. John Constantine. Braucht es weitere Argumente?
Aus großer Kraft folgt große Verwüstung!
Mark Millar versteht es wieder einmal glänzend, Erwartungen auf angenehme Weise zu enttäuschen.
Rock Classics
Facebook Twitter Google+