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Marvel Maximum 45

In vier One-Shots darf Frank Castle wieder mal im Zeichen kurzweilig-blutiger Action aufräumen.

(C) Panini Comics / Marvel Maximum 45 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWer es noch nicht getan hat, sollte sich den Namen Jason Aaron schleunigst hinter die Ohren schreiben. Bei Marvel hat er in wenigen Jahren einen steilen Aufstieg hingelegt und sich bei der Leserschaft zu einem der beliebtesten Autoren gemausert. Aktuell können wir seine Arbeiten bei Panini in der "Wolverine"-Heftserie verfolgen, nachdem in der "100% Marvel"-Reihe (in den Nummern 50, 53 und 56) der komplette Run von "Wolverine: Weapon X" erschienen ist. Auch in der mittlerweile auf "Maximum" umbenannten Reihe mit etwas härterem Material ist der Mann bereits als neuer Autor von "PunisherMAX" zweimal ("Kingpin" und "Bullseye") gelungen in Erscheinung getreten. Da aller guten Dinge drei sind, wirbt Panini jetzt mit Jason Aaaron für den neuesten "Maximum"-Band, wenn auch nur eine der vier abgedruckten Storys von ihm selbst geschrieben wurde – und zwar seine erste Punisher-Arbeit von 2009.


Erschienen ist die Arbeit mit dem zynischen Titel "Und Friede auf Erden" im "PunisherMAX X-Mas Special", die das Thema um die Niederkunft Marias am Heiligen Abend zwar auf reichlich blutige, aber immerhin mit (an Punisher-Maßstäben gemessen eigentlich ziemlich) versöhnlichem Schluss variiert. Ein weniger gutes Ende nimmt anschließend in Valerie D`Orazios "Butterfly" die Karriere der gleichnamigen Profikillerin, die über einen großen Leichenhaufen hinweg ein Buch über ihr tödliches Geschäft veröffentlichen will. Rob Williams schickt Frank Castle im titelgebenden "Jagt Castle!" dann nach Wales auf die Spur einer korrupten SAS-Einheit, auf die ihn ein alter Bekannter vor seinem Tod gebracht hat, den Abschluss bestreitet Peter Milligan. "Eine andere Welt" lässt er darin den Buchhalter Joseph Bonner betreten, der ins Schussfeld gerät, als er auf eine leichte Dame mit belastenden Unterlagen über einen Gangsterboss stößt.


Die Mischung macht den Reiz dieses Bands aus, und glücklicherweise schert keine der Geschichten qualitativ nach unten aus. Während Jason Aaaron den knallharten Punisher auch durch das Fest der Liebe nicht erweichen lässt, erzählt Rob Williams mit dem "England-Urlaub" eine klassische Bestrafer-Story, in der die bösen Buben bis hinauf zum Anführer ins walisische Gras beißen müssen. Einen anderen und immer interessanten Ansatz wählen hingegen Valerie D`Orazio und Peter Milligan, die ihre zwei Protagonisten aus dem psychologischen Nähkästchen plaudern und Frank Castle nur am Rand auftauchen lassen. So lesen sich die vier One-Shots sehr gut, ohne allzu oft beschrittene Pfade auszutrampeln. Die Zeichner machen ihren Job ebenfalls sehr gut, neben Robert Boschi harmoniert vor allem Laurence Campbells düsteres Artwork perfekt mit dem Punisher. Über die großartigen, hyperdetaillierten Striche eines Juan José Ryp müssen darüber hinaus keine weiteren Worte verlieren. Resümee: Gelungener Viererpack.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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