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Prof. Sigmund Freud 7

Sigmund Freud ermittelt in seinem vielleicht erschütterndsten Fall. Ein Blick in menschliche Abgründe ohne moralistischen Zeigefinger.

(C) Stil / Prof. Sigmund Freud 7 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWer bereits eine Folge dieser Reihe kennt, der weiß, warten ihn keine Kriminalfälle wie sie Agatha Christie oder Arthur Conan Doyle verfassen würden. Die Serie, in deren Mittelpunkt der österreichische Begründer der Psychoanalyse Sigmund Freud steht, gewährt dem Hörer Einblicke in die Abgründe der menschlichen Seele. Jeder der bisher veröffentlichten Fälle hatte neben der kriminalistischen auch eine psychologische Note und befasste sich nicht selten mit Erkrankungen des Geistes. Keine der bisherigen Veröffentlichungen bot jedoch einen derart eindringlichen Blick auf die dunkle Seite der menschlichen Existenz wie "Hassliebe".


Eine Patientin von Sigmund Freud wird beschuldigt, zwei ihrer Kinder ermordet zu haben. Vieles spricht gegen die junge Frau. Die Sprößlinge wurden offensichtlich durch die Verabreichung von verschreibungspflichtigen Barbituraten vergiftet, auf die Klara Rittenau durch ihre Arbeit als Apothekerin jederzeit Zugriff hatte. Selbst der eigene Ehemann ist davon überzeugt, dass seine Frau die gemeinsamen Kinder ermordet habe. Schließlich sei sie seiner Affärre auf die Schliche gekommen und habe aus Rache die unschuldigen Kleinkinder getötet. Lediglich Freud, der einmal mehr vom Gendarm Karl Gruber zu den Ermittlungen hinzugezogen wird, will nicht an die Schuld von Frau Rittenau glauben und bittet um ihre Freilassung. Für ihn ist der Täter an anderer Stelle zu suchen. Wie schrecklich die Wahrheit tatsächlich ist, kann selbst der Professor nicht ahnen.


Wer hier allerdings eine kriminalistische Spurensuche an Hand von Indizien erwartet, wie es bei einigen bekannten Detektiven der Fall ist, wird sicherlich enttäuscht sein, hier stehen die geistigen Überlegungen Freuds zum Fall im Vordergrund. Wie bereits in den Vorgängerfolgen geschieht dies durch Dialoge zwischen Es, Ich und Über-Ich und veranschaulicht den inneren Zwiespalt des Psychoanalytikers Freud. Die Vernachlässigung der polizeilichen Ermittlungsarbeit zu Gunsten der Motiv- und Tätersuche durch die Methoden Freuds gerät jedoch nie zu einer langweiligen Angelegenheit, sondern ist spannende und anspruchsvolle Unterhaltung bis zum Schluss.


Die eigens für die Serie komponierte Musik schafft es erneut, genau die richtige Stimmung zu den geschilderten Ereignissen heraufzubeschwören und geht eine Symbiose mit dem gesprochenen Wort ein. An dieser Stelle noch viel über das Sprecherensemble zu verlieren, erscheint beinahe müßig, denn wie in allen anderen Folgen auch, agieren die Sprecher wieder einmal auf höchsten Niveau und lassen keinerlei Wünsche offen. Hier wird man Zeuge, was eine wirkliche Regie bei den Aufnahmen zu leisten imstande ist. Booklet und Layout sind ebenfalls wieder einmal nur als vorbildlich zu bezeichnen und liefern einige Hintergrundinformationen zum aktuellen Fall. Einmal mehr gelingt es Stil, anspruchsvolle Kriminalunterhaltung zu erschaffen, die auch vor heiklen Themen nicht zurückschreckt. Wer keine Probleme damit hat, sich auf einen Krimi einzulassen der sich mit einem unbequemen Thema auseinandersetzt, ist hier genau richtig und sollte nicht lange zögern und zugreifen. Für Freunde der anspruchsvollen Hörspielkunst unerlässlich!



# # # Oliver Fleischer # # #



Publisher: Stil





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