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Nebelufer

Eine unheimliche Reise in eine der finstersten Ecken von Tiefwasser wartet zwischen den Buchdeckeln auf ihre Leser.

(C) Feder & Schwert Verlag / Nebelufer / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMit "Nebelufer" setzt Feder und Schwert die "Tiefwasser"-Reihe aus den "Vergessenen Reichen" fort, dieses Mal wird uns die Autorin Jaleigh Johnson als Reiseleiterin in eine der schillerndsten und gleichzeitig geheimnisvollsten Metropolen Faeruns an die Seite gestellt. Schon nach wenigen Seiten wird klar, dass die Verfasserin des zweiten Beitrags dieser Saga ihr Handwerk versteht. Eine wohltuende Steigerung zum Auftakt der Reihe, der leider aufgrund seines schwachen Plots und der blassen Charaktere negativ in Erinnerung geblieben ist. Ganz anders nun dieser rundum gelungene Roman, in deren Mittelpunkt die junge magiebegabte Icelin steht, ein junges Mädchen, das seine Kindheit bei ihrem Onkel verbracht hat und deren Leben durch eine schicksalshafte Begegnung mit einem zwielichtigen elfischen Schmuckhändler auf den Kopf gestellt wird.


Ehe sich die junge Frau versieht, ist ihr Onkel ermordet worden und sie selbst befindet sich auf der Flucht vor den skrupellosen Häschern des Elfen Cerest und der Stadtwache. Doch Icelin ist nicht auf sich allein gestellt, eine kleine Gruppe von Freunden beschützt sie auf ihrer Flucht, die sie in eine der dunkelsten und verruchtesten Viertel der gesamten Stadt verschlägt, Nebelufer. Ein Stadtteil, entstanden aus halbversunkenen und auf Grund gelaufenen Schiffen, der nun zur Heimat für die Ärmsten und Verstoßenen geworden ist. Hier, in der Kloake der Stadt, warten unzählige Gefahren auf Icelin, aber auch Wunder die man an diesem Ort so nicht erwartet hätte.


Johnson konzentriert sich in ihrem Beitrag zur "Tiefwasser"-Saga nicht auf die Stadtteile der Reichen und Wohlhabenden, auch bereits gut bekannte Viertel werden in ihrem Roman lediglich gestreift und sind nur vorüber gleitende Kulisse, bevor ihre Protagonistin in eine ganz eigene Welt, am Rande der Gesellschaft eintaucht. Aus diesem Umstand schöpft dieses Buch einen großen Teil seiner Faszination, denn die Autorin wendet sich einem blinden Fleck auf der imaginären Karte Tiefwassers zu und versteht es, diesen mit Leben zu füllen. Schnell entstehen vor dem geistigen Auge die Konturen eines bisher unerforschten Bereiches der Vergessenen Reiche und ziehen den Leser in ihren Bann.


Natürlich stehen auch alle wichtigen Ingredienzien bereit, die einen guten Fantasyroman ausmachen: Magische Duelle, finstere Kreaturen, mächtige Gegenspieler und eine Gruppe heroischer Helden, die dem Bösen die Stirn bietet. All dies gepaart mit einer dramatischen Geschichte, die ihren Anfang in Icelins Vergangenheit nimmt, machen "Nebelufer" zu einer kurzweiligen und unterhaltsamen Angelegenheit. Neben der gut strukturierten Story überzeugt der Roman durch seine glaubwürdige und nicht oberflächlich bleibende Figurenzeichnung. Dies betrifft sowohl die Protagonistin als auch alle wichtigen Nebencharaktere. "Nebelufer" kann unabhängig vom ersten Band der Saga gelesen werden, da die Handlungen abgeschlossen sind und in keinerlei inhaltlichem Zusammenhang stehen. Wer auf der Suche nach guter Unterhaltung aus den "Vergessenen Reichen" ist, sollte den ersten Band der Reihe überspringen und seine Reise nach Tiefwasser mit "Nebelufer" beginnen. Beide Daumen hoch.  



# # # Oliver Fleischer # # #



Publisher: Feder & Schwert Verlag





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