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Marvel Exklusiv 101

Cletus Kasady und sein mörderischer Symbiont ziehen ein Terrorregime in einer amerikanischen Kleinstadt auf.

(C) Panini Comics / Marvel Exklusiv 101 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNachdem die Jubiläumsausgabe 100 der seit 1997 laufenden Serie "Marvel Exklusiv" den Prolog zum derzeitigen Mega-Crossover "Avengers vs. X-Men" zum Inhalt hatte, geht es in Band 101 mit einer Fortsetzung der Geschehnisse aus der Nummer 96 weiter. "Carnage: U.S.A." heißt der Fünfteiler, der erneut von Zeb Wells und Clayton Crain umgesetzt wurde. Wie wir aus "Familienfehde" wissen, ist der Carnage-Symbiont durch die skrupellosen Machenschaften eines Industriellen wieder auf die Erde gelangt und gemeinsam mit seinem psychopathischen Wirt Cletus Kasady auf freiem Fuß.


Nachdem ihn Spider-Man und Iron Mann nicht aufhalten konnten, müssen nun die Kollegen von den Rächern anrücken, um die Kleinstadt Doverton dem Griff von Carnage zu entreißen. Das misslingt jedenfalls gründlich, Kasday übernimmt Captain Americas Team und lediglich Spidey kann sich flüchten. Das Militär schickt ein ebenfalls aus Symbiontenträgern bestehendes Einsatzkommando, das bis zum Morgengrauen Zeit bekommt, die Sache zu erledigen, andernfalls wird die Stadt durch einen Luftschlag eingeäschert.


Nicht nur die in "Familienfehde" entstandene Scorn ist mit dabei im fröhlichen Symbiontenstadl, auch der Wirt des aktuellen Venom, Flash Thompson, hat noch eine Rechnung mit seinem Erzfeind offen. Gefühlt auf jeder zweiten Seite begegnet man beim Lesen einem weiteren Symbionten, was leider schnell zu einer Übersättigung führt. Marvel hat in den vergangenen Jahren einfach zu viele neue Ableger des außerirdischen Killerwesens geschaffen, was Zeb Wells jetzt auf den Kopf fällt. Leider ist die Story trotz sehr düster eingefärbter Atmosphäre mit einigen wenigen humorigen Einschüben zu wenig, um langfristig als wichtig in den Spinnenkanon einzugehen.


Der Ausgangspunkt der Story, die Besetzung von Doverton und Carnages Forderungen, werden allzu bald links liegengelassen zugunsten der Action, für die am Schluss gar auch Zootiere als Wirte des Carnage-Symbionten herhalten müssen. Clayton Crain kann man keinen Vorwurf machen, er leistet wieder äußerst sehenswerte Arbeit an Zeichenbrett und Computer, aber auch er kann nicht verhindern, dass "Carnage: U.S.A." doch um weite Strecken hinter der Qualität der vorangegangenen Miniserie zurückfällt. Vielleicht täte es Marvel gut, die Symbionten mal für einige Monate einzumotten…



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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