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Parasyte -the maxim- Vol. 1

Mit fünf Fingern lassen sich allerlei Dinge anstellen. Das weiß Shinichi am besten, schließlich hat sich in seiner rechten Hand ein außerirdischer Mitbewohner eingenistet.

(C) KAZÉ Anime / Parasyte -the maxim- Vol. 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenFreunde und Liebhaber von Popkultur made in Japan, die erfreulicherweise ungebrochen und in schier unüberschaubarer Menge in unsere Gefilde herüberschwappt, wissen um die Tatsache Bescheid, dass zwischen der Veröffentlichung eines Manga und der Umsetzung als Anime oft nur wenige Jahre oder gar Monate vergehen. Bei einem aktuellen Release von KAZÉ stellt sich die Sache ein bisschen anders dar, nämlich ganz nach dem guten alten Motto "Gut Ding braucht Weile". Die Vorlage von "Parasyte -the maxim-", dessen erstes Volume wie vom Publisher gewohnt in einer schicken Sammelbox samt (zum Hauptdarsteller passenden) Brillenputztuch als witziges Extra erschienen ist, stellt in dieser Hinsicht schon fast einen Oldie dar.


Das Debüt von "Parasyte – Kiseijuu" jährt sich aktuell nämlich zum 30. Mal. Die im Original 1988-1995 (und hierzulande 2016-2018 bei Panini) erschienene Serie von Hitoshi Iwaaki wurde 2014/15 als 24 Episoden umfassender Anime umgesetzt und macht die Zuschauer mit Shinichi Izumi bekannt, einem unscheinbaren Schüler. Als sich parasitäre Aliens auf Mutter Erde breitmachen, hat er Glück im Unglück, denn seinem unerwarteten Untermieter gelingt es nicht, von seinem Kopf, sondern nur der rechten Hand Besitz zu ergreifen. So ist ihm weiter eigenständiges Handeln erlaubt, wenn es darum geht, sich nicht nur mit seinem stramm auf Überleben gedrillten neuen Partner zu arrangieren, sondern auch weitere Vertreter von dessen Spezies zu bekämpfen, die für eine veritable Mordwelle in Japan sorgen...


Die ersten sechs Happen der vom renommierten Studio Madhouse ("Paranoia Agent", "Devil May Cry", "Chobits") umgesetzen Serie etablieren einen eigenwilligen Mix aus Horror, bizarren Transformationen und blutigem Splatter, die bestens zu unterhalten weiß und es trotz des gruseligen Untertons sogar schafft, für einige Lacher zu sorgen – schließlich ist ein Teenager, der Selbstgespräche zu führen scheint und seine Hand nicht unter Kontrolle hat, für Eltern und Freunde sehr verdächtig. Auch für jene, die ihre Gänsehaut gern auch etwas philosophisch behaart haben wollen, ist bei "Parasyte -the maxim-" gesorgt, denn die ungleiche Natur des auf Selbsterhaltung ausgerichteten Außerirdischen steht dem freundlichen Wesen seines Wirts diametral gegenüber. Fazit: Beide Daumen hoch, vor allem den rechten!


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: KAZÉ Anime




 


 
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