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Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 203

In "Maximum Security" soll die Erde ausnahmsweise nicht erobert oder vernichtet werden, sondern als Gefängnis für interstellare Übeltäter dienen.

Die offizielle Marvel-Comic-Sammlung 203Redaktionelle Entscheidungsprozesse können dauern: Diese Erfahrung, wie wir aus den redaktionellen Seiten der vorliegenden Ausgabe erfahren, machte auch der damalige "Avengers"-Mastermind Kurt Busiek, als seine Idee zu einem Crossover namens "Year 2Kang" zu spät grünes Licht erhielt, um noch rechtzeitig zur Jahrtausendwende zu erscheinen. Da die Story, in der die Marvel-Helden nach 1900 zurückversetzt worden wären, somit keinen Sinn mehr machte, zauberte er alternativ "Maximum Security" aus dem Hut. Dessen Prämisse ist schnell erklärt: Da sich die Menschheit durch ihr Eingriffen in die Belange außerirdischer Völker nicht gerade beliebt gemacht hat, stellt der intergalaktische Rat die Erde quasi unter Quarantäne.


Es kommt noch schlimmer, denn unter der Führung von Lilandra, der Herrscherin der Shi`ar, wird außerdem entschieden, sämtliche kriminellen und unliebsamen Elemente einfach dorthin zu verfrachten. Nicht einmal die Tatsache, dass Cadre K – ein Team von mutierten Skrulls unter der Führung von Charles Xavier – und der Silver Surfer Selandiar, wo der Rat tagt, vor Ego, dem lebenden und gerade Amok laufenden Planeten rettet, kann das Urteil ändern. Nun liegt es an den Avengers, X-Men und weiteren Helden, den unversehens auf den Plan tretenden Außerirdischen die Stirn zu bieten und für Recht und Ordnung in ihrer Heimat (und der näheren Umgebung) zu sorgen.


Nach "Maximum Security: Dangerous Planet" und einigen Seiten aus "Iron Man" (Vol. 3) 34 mit einer augenzwinkernden (und für die Handlung nicht unwichtigen) Referenz an Supermans Origin geht es mit Tie-ins aus "Captain America" (Vol. 3) 36, "Thor" (Vol. 2) 30, "Uncanny X-Men" 387 und "Bishop" 15 weiter, die dem Lesevergnügen aufgrund des betont lockeren Korsetts, das Busiek den einzelnen Serien auferlegte, sehr zuträglich sind. So können die verschiedenen Kapitel den roten Faden der Kernstory, die in diesem Band mit dem ersten von drei Heften der Miniserie (gezeichnet wie auch der einleitende Oneshot von Altmeister Jerry Ordway) vertreten ist, aufnehmen und brauchen dabei die Erzählstränge rund um die eigenen Protagonisten nicht zu vernachlässigen. Ein "dezentraler" Ansatz, der Events generell öfter gut tun würde.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.zeit-fuer-superhelden.de.


 
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