Neben Dave Sims "Cerebus" und Jeff Smiths "Bone" reiht sich "Strangers in Paradise" von Terry Moore ohne Zweifel als Erfolgsgeschichte des amerikanischen Independent-Comics abseits der etablierten großen Verlage ein. Der Autor und Zeichner in Personalunion startete seine über eineinhalb Jahrzehnte laufende Serie 1993, zur Zeit einer gerade ihrem Höhepunkt zustrebenden Spekulationsblase, als der Markt vor allem nach muskelbepackten, waffenstarrenden Antihelden und möglichst großbusigen Damen gierte.Der Weg, den Terry Moore in "Strangers in Paradise" beschritt, unterschied sich radikal von den Entwürfen des Massenmarkts, den Marvel, DC und vor allem der aufstrebende Verlag Image dominierten. Seine Erzählung präsentierte sich in gewisser Hinsicht als "down to earth" und erzählte von den Sorgen und Nöten junger Menschen in ihren Zwanzigern. Gleich zu Beginn wird ein Beziehungsdreieck zwischen Katina "Katchoo" Choovanski, ihrer besten Freundin Francine und dem Kunststudenten David etabliert, das um die dunkle Vergangenheit der Protagonistin, Beziehungskrisen, Heimlichtuereien und der großen Liebe kreist.
In Ermangelung einer ansonsten schnell gefundenen Schublade wollen wir bei der von Schreiber & Leser beworbenen Bezeichnung "Comic-Seifenoper" bleiben, denn hier finden sich viele Elemente, die wir aus dem guten alten Nachmittagsprogramm kennen. Wohlgemerkt allerdings ohne den dort unvermeidlichen Ausflug in die seichten Sphären des Kitschs, denn "Strangers in Paradise" vermischt die zwischenmenschlichen Konflikte gekonnt mit organisiertem Verbrechen, tragischen Lebensläufen, Alpträumen, Alkoholismus, bürgerlicher Scheinheiligkeit, überkommenen Moralvorstellungen und dem versuchten Ausbrechen aus Konventionen.
Die gekonnte Mixtur dieser Elemente, die zwischendurch sogar den dezenten Charme des Groschenromans heraufbeschwört und Tipps für den passenden musikalischen Soundtrack zur Lektüre liefert, wird getragen von wunderschönen Schwarz-weiß-Artworks. Hier geben sich großes Drama und Slapstick wie selbstverständlich die Klinke in die Hand, Terry Moore scheint stets den passenden Strich für die jeweilige Situation parat zu haben. Und eine rauchende Frau bringt wohl keiner schöner zu Papier als er. Ganz klar eine große Empfehlung!
# # # Andreas Grabenschweiger # # #
Publisher: Schreiber & Leser





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