Die Schatten der Vergangenheit sind lange und die Reichweite des organisierten Verbrechens noch länger. Diese bittere Lektion muss Katchoo auch im zweiten Band von Terry Moores "Strangers in Paradise" lernen, als erneut in die Fänge von Darcy Parker gerät. Zuvor haben sich die Ereignisse überschlagen: Nach ihrem Umzug in die Garage einer Bekannten ergattert Francine nicht den begehrten Job als Produktionsassistentin, sondern mutiert als "Kondom Girl" zum Testimonial einer Verhütungskampagne. Mit diesem unerwarteten Erfolg und der Aussicht auf eine Linderung der finanziellen Probleme im Rücken, versucht sie auch die Gefühle für ihre langjährige Weggefährtin auf einen Nenner zu bringen, nachdem es zu einer peinlichen Situation gekommen ist. Um ihr Herz auszuschütten, wählt sie allerdings den ungünstigsten Zeitpunkt, denn ihre Freundin hat gerade David die Freundschaft aufgekündigt, worauf dieser verschwunden ist. Katchoo findet ihn auf dem Anwesen seiner Schwester Darcy wieder, die sie vor die Wahl stellt, einen Job für ein politisches Komplott zu übernehmen oder die drastischen Konsequenzen einer Weigerung zu tragen.
Der zweite Band von "Strangers in Paradise" beginnt mit einem netten Augenzwinkern in Richtung damals zeitgenössischer Superhelden-Comics, der ausgerechnet vom damaligen Image-Zampano Jim Lee gestaltet wurde, und endet in Form der Xena-Veralberung "Warrior Princess" mit einem Fan-Favoriten. Die eigentliche Handlung ist eingebettet zwischen Vergangenheit und Zukunft – so bekommen wir nicht nur einen ernüchternden Ausblick auf die Zukunft von Katchoo und Francine, sondern auch eine Rückblende auf die Highschool-Tage der beiden geboten.
Dazwischen gibt es wieder jede Menge Momente, die zwischen Triumph und Tragik, zwischen Eros und Thanatos pendeln – die gesamte Bandbreite des menschlichen Lebens, wie Schnitzler sagen würde, und von Terry Moore hier gekonnt umgesetzt. Seine Figuren wirken nicht nur zeichnerisch lebensecht, sondern bieten dem einen oder anderen Leser sicherlich die Gelegenheit, eigene, ähnlich gelagerte Erfahrungen zu reflektieren. Die Kunst, die "Strangers in Paradise" zelebriert, ist es, sich über die mitunter durchaus reizvollen Niederungen der profanen Seifenoper zu erheben und Poesie in Panels (und auch dazwischen) zu gießen.
# # # Andreas Grabenschweiger # # #
Publisher: Schreiber & Leser





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