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Liebe ist die Hölle

Matt Groening teilt seine tiefsten Einsichten über Lust und Leid nicht nur zwischenmenschlicher (beziehungsweise zwischenhaslicher) Beziehungen mit der zwerchfellbewehrten Leserschaft.

(C) Reprodukt / Liebe ist die Hölle / Zum Vergrößern auf das Bild klickenYou say Simpsons, I say Matt Groening! Wenigen Großen aus der kunterbunten Welt der Unterhaltungsindustrie ist es gelungen, bei der Nennung ihres Namens sofort die entsprechende Assoziation zu den von ihnen geschaffenen Figuren zu wecken – darunter Walt Disney, Joe Siegel und Joe Shuster, Stan Lee, Hergé, René Goscinny und Albert Uderzo. Was vielen Fans von Matt Groenings Kultfamilie aus Springfield trotz den Segnungen des Internets immer noch nicht bekannt ist: Der Mann war schon vor der Kreation von Homer und Konsorten ein Star seiner Zunft.


Schließlich lief sein Zeitungsstrip "Life in Hell" bereits seit 1977 und brachte es im Laufe eines unglaublichen Vierteljahrhunderts bis zur Einstellung 2012 auf insgesamt 1669 Folgen. Eine famose Leistung des sympathischen Mr. Groening, obwohl er mit dem ungebrochenen Erfolg der Simpsons schon lange Zeit keine Arbeit dieser Art mehr nötig gehabt hätte! Umso schöner, dass er sich trotzdem stets Zeit für seine drei Hasen Binky, Bongo und Sheba sowie das schwule Pärchen Akbar und Jeff nahm, um die sich "Life in Hell" dreht.


Und noch schöner ist, dass sich Reprodukt ein Herz gefasst und den Titel über den großen Teich gebracht hat, in Form der deutschen Fassung des ersten US-Sammelbands aus dem Jahr 1986. In "Liebe ist die Hölle" wird nicht nur die ganze Bandbreite von Beziehungsfragen, -problemen und -wünschen thematisiert, sondern auch andere große und kleine Themen des Alltags wie der sichere Weg nach Hause, das sündige Vergnügen eines Bananensplits, das Absingen der Nationalhymne und anregende Museumsbesuche. Aufbereitet ist der durchgeknallte Wahnsinn nicht nur in klassischen Panels, sondern auch Ratgebern diversester Coleur, Aufreißleitfäden für beide Geschlechter und Tipps jedweder Art.


Wer sich übrigens, verleitet durch den dünnen Buchrücken, eine schnell erledigte Lektüre erwartet, wird mit einer wahren Flut an Text erschlagen, die ihrer Bewältigung harrt und den Übersetzer sicher hektoliterweise Blut, Schweiß und Tränen abverlangt hat. Den Aufwand war es aber mehr als wert, denn Meister Matt trumpft im Sekundentakt mit umwerfenden, teils erschreckend lebensnahen Pointen und liebenswerten Charakteren auf. Viele Gags für wenig Geld – was will man mehr? Kaufen!


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Reprodukt




 
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Ja, dürfen die das?
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