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Mark Brandis – Raumkadett 1

Was muss es für ein Gefühl sein, wenn der größte Traum zum Greifen nahe ist und von einem Moment auf den anderen in unendliche Ferne rückt?

(C) Folgenreich/Universal Music / Mark Brandis - Raumkadett 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenMark Brandis hat einen großen Traum. Er wünscht sich nichts sehnlicher, als in die Fußstapfen seines großen Vorbildes Alexander Münster, dem ersten Menschen auf der Venus, zu treten und Raumpilot zu werden. Doch scheint Mark selbst alle Chancen darauf zunichtegemacht zu haben und der Traum, die Erde zu verlassen und das All zu erkunden, wird unerfüllt bleiben. Die Schwärmerei für das Mädchen Nina lässt Brandis alle Bedenken vergessen und in einen Versorgungsposten der ESA eindringen. Doch der Einbruch in das abgelegene Versorgungslager bleibt nicht unentdeckt, zumal sich dieses als ein geheimes Trainingscamp für Raumpiloten entpuppt.


Zwar erfüllt sich so unverhofft ein ganz anderer Wunsch, nämlich dem legendären Alexander Münster einmal persönlich gegenüberzutreten, gleichzeitig aber wird Mark aller Hoffnungen beraubt, einmal selbst ins All zu fliegen, denn sein illegaler Besuch wird seine Personalakte mit einem dauerhaften Vermerk belegen, der jede Chance auf eine Karriere als Raumfahrer unmöglich macht. Da sich Mark nicht mehr anders zu helfen weiß, um an sein Ziel zu gelangen, beschließt er, als blinder Passagier an Bord eines Raumschiffs zur Venus zu gelangen, um dort auf einem Frachtschiff anzuheuern. Er kann ja nicht ahnen, dass seine erste Reise zwischen den Sternen ihn direkt mitten hinein in sein erstes Abenteuer katapultieren würde.


Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus. Im kommenden Jahr wird Interplanar alle Bücher von Mark Brandis vertont haben und die Serie beenden. Damit die vielen Fans des Raumpiloten dann nicht auf dem Trockenen sitzen, hat man sich nun dazu entschieden, ein Spin-off der Serie zu starten, die die Jugendjahre von Mark Brandis beleuchtet. Als literarische Vorlage nutzte man den Comic "Aufbruch zu den Sternen", der den Startschuss für die Abenteuer Mark Brandis verkörpert.


Der Auftakt liegt weit vor den Ereignissen der Serie "Mark Brandis" und rückt einen gerade einmal 13-jährigen Mark Brandis ins Zentrum der Ereignisse. Die inhaltliche Ausrichtung konzertiert sich auf die Jahre der Ausbildung des Raumpiloten und gibt auch jüngeren Hörern eine Gelegenheit, sich mit den Abenteuern des jugendlichen Raumfahrers zu identifizieren.


Als verbindende Klammer kann der humanistische Background der Serien gesehen werden, der sich bei beiden in den erzählten Geschichten wiederfindet. Zusätzlich kommt Michael Lott als Erzähler zum Einsatz, der in der Serie "Mark Brandis" die Hauptfigur spricht. Dem Hörer wird etwas Vertrautes geboten und somit eine Erleichterung, um sich in die Story einzufinden. Dass Lott auch hier in seiner Rolle überzeugen kann, versteht sich dabei schon fast von selbst, schließlich gibt es bei über 20 Folgen als Mark Brandis nicht einen Ausfall hinsichtlich seiner Leistungen als Sprecher zu verzeichnen.


Der Einstieg in die eigentliche Geschichte, nämlich wie es Mark doch noch gelingt, seinen Traum zu verwirklichen, zieht sich ein wenig, weil man der Vorgeschichte großzügig Raum gibt. Danach jedoch wird man mit einer spannenden Geschichte im Weltall belohnt, die sich keinesfalls hinter den Abenteuern eines erwachsenen Brandis zu verstecken braucht. Alle Zutaten, die diese SF-Serie groß gemacht haben, sind auch hier reichlich vorhanden. Eine glaubwürdige, überzeugende Story, unerwartete Kehrtwenden, intelligente Gegenspieler und einmal mehr ein Wettlauf gegen die Zeit.


Die musikalische Untermalung orientiert sich ebenfalls an ihrem großen Bruder und wartet mit düsteren und melancholischen Elektroklängen auf, die hervorragend zu einer Geschichte passen, die weit draußen im Weltall angesiedelt ist. Die Geräusche sorgen auch hier für eine realistische anmutende Darstellung eines Lebens an Bord von Raumschiffen und Stationen. Aber auch alltägliche Situationen können durch die Auswahl von Soundeffekten überzeugen und machen "Mark Brandis – Raumkadett" zu einer runden Angelegenheit.


Um neben einer ganzen Riege von alten Hörspielhasen bestehen zu können, bedarf es vor allem zweier Dinge, erstens Talent und zweitens Können. Dass Daniel Claus beides besitzt, stellt er auf beeindruckende Art in der Rolle des jungen Mark Brandis unter Beweis. Gernot Endemann und Horst Stark haben bereits in Dutzenden Hörspielen ihr Können bewiesen, nicht wenige davon waren ebenfalls im SF-Genre angesiedelt. So überrascht es nicht, dass sie auch bei "Aufbruch zu den Sternen" wie Fische im Wasser agieren und dieses Hörspiel zu einem gelungenen Stück Unterhaltung machen.


Insgesamt sind über ein Dutzend Stimmen zu vernehmen, die alles dafür tun, dass es dem Hörer gelingt, für eine gute Stunde dem Alltag zu entfliehen. Start geglückt! "Aufbruch zu den Sternen" ist der Auftakt zu einem Spin-off, der wirklich Sinn macht und eine Menge spannender Stunden randvoll mit guter Unterhaltung verspricht. Unbedingt antesten!


 
# # # Justus Baier # # #



Publisher: Folgenreich/Universal Music




 


 
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Ja, dürfen die das?
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