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Movie-Review: George A. Romero's Diary of the Dead (Universum Film)

Ein Zombievirus vernichtet die Menschheit! Und ein Dokumentarfilmer dreht mit, um uns übers Internet "die Wahrheit" zu berichten. "Don´t bury the dead, first shoot head!"

diary_dead0 (c) Universum Film / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDer Nachwuchsregisseur Jason möchte Dokumentationen drehen, was Sinnvolles für die Menschheit eben. Doch bis zu diesem schwer finanzierbaren Traum ist es weit, und er produziert erst mal billige Horrorfilme mit Laiendarstellern im Wald. Er erhält jedoch seine Chance, mit seinen Aufnahmen Wahrheit zu verbreiten und den bösen Medien damit den verlogenen Wind aus den Segeln zu nehmen, als immer mehr Fälle von wiederauferstandenen Toten bekannt werden und die Nachrichtenwelt am Untergang fleißig mitarbeitet, indem sie die Bevölkerung mit falschen Berichten beschwichtigt. Doch Jasons Mission ist klar: Er dokumentiert ohne Rücksicht auf Pietät, Moral oder Verluste, wie die Untoten über die Lebenden kommen und die sich schnell dezimierende Menschheit ohne lange Inkubationsphase zu Ihresgleichen machen.


Wem der klassische Zombiefilm nicht unbekannt ist, dem muss man auch den Namen George A. Romero nicht ausführen. Die Apokalypse stellt sich dieser inzwischen 68jährige Schöpfer zahlreicher Horrorfilme so vor, wie er in der guten alten Bibel beschrieben wird: …wenn die Toten auferstehen… Wer weiß schon genau, wie das gemeint war? Im fünften Teil seiner Totenreihe spielt das soziologische Moment wieder ganz stark mit. Diesmal regietechnisch in Form einer Unmittelbarkeit durch die Handkameraoptik, die den Zuseher ins Geschehen einbindet, und andererseits mit kritischen (Unter- wäre unter-trieben) Tönen bezüglich menschlicher Schaulust und Internet. Wer konnte bei Romeros Filmen jemals behaupten, Zombiefilme hätten keine Aussage? Im Gegensatz zu seinen Vorgängern wie "Land of the Dead" wurde "Diary of the Dead" nicht von einem großen Studio, sondern unabhängig produziert, was sich an der Umsetzung mit geringerem Budget natürlich bemerkbar macht. Allerdings schaffte es Romero in nur 23 (!) Drehtagen mit verschiedenen Handkameras einen guten Film zu produzieren, ohne dass man dabei Seh-krank wird.


Fazit: Der bis jetzt letzte Film aus Romeros nekronomischen Pentalogie spaltet die Zombiefanwelt in zwei Lager. Wer für neue Sichtweisen zur Apokalypse offen ist, soll sie hiermit haben.

 

# # # Sandy Mayer # # #

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