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Movie-Review: The Strangers (Kinowelt)

Ein abgelehnter Heiratsantrag und dicke Luft in einem einsamen Landhaus. Doch es kommt noch schlimmer: 3 maskierte Fremde, die spielen wollen!

strangers (c) Kinowelt / Zum Vergrößern auf das Bild klickenKristen (Liv Tyler, hier noch vor Ihrem Lippboosting) ist noch nicht so weit. Der Verlobungsring samt Heiratsantrag von ihrem gutaussehenden Freund (Scott Speedman aus Underworld) löst bei ihr eher Fluchtreflexe als die erwarteten Tränen des Glücks aus. Als das junge Beinah-Ehepaar in dem romantisch geschmückten Landhaus von James drüber schlafen wollen, beginnt der Terror. Unbekannte mit weißen Masken dringen ins Haus ein, rennen im Wald herum, spielen Verstecken und versetzen, zuerst Kristen und dann auch James, in Angst und Schrecken. Doch die anfänglich noch nicht ernst zunehmenden Psychospielchen gewinnen zunehmend an Intensität und bald geht es für die beiden um Leben oder Tod.

 


Atmosphäre – lautet das Hauptauftrag des Films. Regisseur und Drehbuchautor Bryan Bertino treibt die Spannung auf die Spitze, und das ohne eine Sekunde Pause. Angst, Beklemmung, Panik, Fluchtinstinkt bilden die Basis für eine Story, die eigentlich keine ist. Auch an Dialogen wird gespart, es gibt keine Information, keine Motivation und die beiden Charaktere erschließt man über ihre Darstellung von Angst. Kameraführung, Aufmachung und die Intention hinter der Art des Films wirken qualitativ hochwertig und zeugen vom Können des Regisseurs. Zuviel des Guten ist einfach herrlich – das gilt leider oft nur beim Pizzabelag oder Splatterfilmen. Was hier auf Dauer zu viel wird, ist der ewig lange, permanent mit aller Gewalt (und das nicht im positiven Sinne) aufrechterhaltene Spannungsmoment. Keine Sekunde zum durchatmen, keine Gelegenheit auf Vorfreude und minutenlanges Rumkriechen, verängstigt Schluchzen, Lauern, sich Verstecken der Darsteller führt bald zu einem künstlich wirkenden Spannungsoverkill. Ein Film der letztlich gut gemacht ist, aber es einfach übertreibt.



# # # Sandy Mayer # # #
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