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Dune 1

Ist da Wüstensand in die Augen geraten? Oder sind es doch eher Freudentränen?

Dune 1Der vermutlich schnellste Weg, die Handlung von Frank Herberts Science-Fiction-Meilenstein "Dune" (1965) zusammenfassen, ist der Genuss des Albumclosers von "Piece Of Mind" (1983). IRON MAIDEN fassten den Werdegang von Paul Atreides vom knapp dem Tode entronnen Herzogssohn bis hin zum auserwählten Herrscher in knackigen siebeneinhalb Minuten zusammen. Die britischen Heavy Metal-Ikonen mussten ihren Song übrigens "To Tame A Land" nennen, da der Autor ihnen über seinen Agenten in wenig schmeichelhafter Weise die Erlaubnis zur Verwendung des Originaltitels verweigerte. Etwas mehr Zeit erfordert der Genuss von David Lynchs kultiger Filmadaption von 1984, John Harrisons dreiteiliger Fernsehserie von 2000 und der für Oktober 2021 angekündigten Leinwandfassung von Denis Villeneuve.


Wer die ganze Essenz von "Dune" in sich aufsaugen will, kommt natürlich nicht um die Lektüre des Originalromans herum, aber der via Splitter zu uns gelangte Auftakt der dreiteiligen Umsetzung als Graphic Novel ist ungleich mehr als eine willkommene Story-Abkürzung für lesefaule Naturen. Für das Projekt zeichnen schließlich in Form von Herberts Sohn Brian und Kevin J. Anderson Spezialisten der Materie verantwortlich, die dem Kanon in der Vergangenheit schon mehrere Prequels und Sequels hinzugefügt haben. Auch aus künstlerischer Perspektive wurde nichts dem Zufall überlassen und passenderweise Bill Sienkiewicz, einst von David Lynch für die Comic-Umsetzung seines Films auserkoren, als Gestalter des Covers engagiert.


Zeichner Raúl Allén und Koloristin Patricia Martín (beide unter anderem in den Weiten des US-Verlags Valiant aktiv) erfreuen das Augen mit einem Artwork, das elegantes Hofzeremoniell und prächtige Kulissen ebenso meisterhaft widerspiegelt wie die allgegenwärtige politische Ränke und die lebensfeindliche Natur des Wüstenplaneten Arrakis, dessen Regentschaft Herzog Leto Atreides soeben übernommen hat. Die Anspannung und der vermutete (sowie schließlich auch eintretende) Verrat sind den Figuren hier nicht nur in Form von Dialogen und Gedankengängen auf den Leib geschrieben, sondern eben auch gezeichnet. Der Kampf, der seinem Sohn Paul durch die verschwörerischen Harkonen aufgezwungen wird, ist nicht nur eine echte Leistungsschau, wozu sequentielle Erzählkunst imstande sein kann, sondern atmet den Geist der Vorlage auf jeder einzelnen Seite.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Splitter Verlag




 


 
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