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Die Marvel-Superhelden-Sammlung 35

Während Norman Osborns Ägide als oberstem Sicherheitschef der USA versammelt ausgerechnet Hank Pym ein eigenes Avengers-Team.

(C) Hachette / Die Marvel-Superhelden-Sammlung 35 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenWenn im trauten Kreis der Marvel-Fachleute die Frage nach jenen Charakteren mit den meisten Heldenidentitäten aufkommt, ist Hank Pym sicherlich auf den vordersten Plätzen zu finden, schließlich trat der brillante Wissenschaftler in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens bereits als Ant-Man, Goliath, Giant Man, Yellowjacket und Wasp auf. Mit dem ersten als auch letzten Namen verbunden sind die Storys, die sich im ihm vorliegenden Band der "roten" Sammlung von Hachette widmen. Zunächst gibt es nochmals sein bereits in Ausgabe 58 der "schwarzen" Reihe abgedrucktes Debüt aus "Tales to Astonish" 27 zu lesen, in dem Hank Pym mittels eines von ihm entwickelten Serums erstmals auf winzige Größe schrumpfte und in einem Ameisenbau um sein Überleben kämpfen musste.


Während in besagtem "Origins"-Band auch Heft 44 der US-Serie mit Janet van Dynes Premiere als Wasp enthalten war, folgt hier Heft 35, in dem Hank offiziell als Ant-Man auftritt. Nach diesem wunderbar nostalgischen Trip in die Blütezeit des Teams Lee/Kirby folgen "Mighty Avengers" 21-26, die sich während des "Dark Reign" von Norman Osborn zutragen. Dieser hat als Konsequenz von "Secret Invasion" Tony Stark als Nummer eins der US-Sicherheitsbehörden beerbt und nutzt seine hinzugewonnene Macht, um jene Superhelden zu verfolgen, die sich seinem Regime entziehen. Als weltweit Naturkatastrophen nach Manier der biblischen Plagen auftreten, werden er und seine "Dark Avengers" aber zu Statisten degradiert, denn Hank Pym wird dazu gedrängt ein neues Rächer-Team auf die Beine zu stellen. Das liegt nicht nur an der Benutzung des gefährlichen Buchs Darkhold, sondern auch an den Machinationen jener nordischen Gottheit, die auch schon die ursprüngliche Inkarnation der Avengers entstehen ließ.


Die erste Hälfte der hier versammelten US-Hefte geht als kurzweilige Kost völlig in Ordnung, wenn sich Hank Pym auch etwas unglaubwürdig lange bitten lässt, die ihm zugedachte Rolle einzunehmen. Wesentlich interessanter und mehr von den üblichen Superhelden-Routinen abweichend ist die zweite Hälfte, in der es zu einem äußerst lesenswerten Showdown zwischen ihm und Reed Richards kommt. Hier gibt es nicht nur einen Schlagabtausch zweier Superhirne des Marvel-Universums zu sehen, sondern dabei auch Mister Fantastics zurecht geäußerte Bedenken, wonach Ant-Mans Alter Ego bekanntlich nicht immer völlig Herr seiner Gedanken ist und war. Die Story von Dan Slott, der kurze Zeit später seine Ägide als Spidey-Mastermind antreten sollte, setzt das verfügbare Personal abseits der großen Kaliber passend in Szene, wenn auch die vielen verschiedenen Zeichnerköche den optischen Brei eher versalzen.


 
# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Hachette





Erhältlich im Zeitschriftenhandel und auf www.die-superhelden-sammlung.de.


 
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