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Catwoman 1

Reicht Sex mit Batman aus, um nicht nur die Gelüste des geneigten Fanboys zu befriedigen?

(C) Panini Comics / Catwoman 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenSkandal! Zeter und Mordio! So tönte es letzten Herbst aus dem (mehr oder weniger) Comic-affinen amerikanischen Blätterwald und diversen Internetforen, als man einen Blick auf die erste Ausgabe von "Catwoman" werfen konnte. Wie 51 andere Titel im Zuge des großen DC-Relaunchs erhielt auch Selina Kyles Alter Ego eine neue Serie, nachdem die letzte schon einige Zeit zurückliegt und sie zuletzt als Teil der "Gotham City Sirens" zu bewundern war.


Dass Provokation immer ein gutes Mittel ist, um Aufmerksamkeit zu erregen, zeigt sich bei "Catwoman" einmal mehr – und was ist besser dazu geeignet als Sex zwischen ihr und Batman darzustellen? Natürlich, wie es schon der Titel der Auftaktstory nahelegt, wird nicht alles so heiß gegessen wie gekocht: "…and Most of the Costumes Stay On…", was dem Ganzen zugegeben aus der Sicht des europäischen Comic-Lesers, der ja generell mehr Freizügigkeiten gewohnt ist, einen amüsanten Unterton verleiht.


Den Test der Zeit müssen Selina Kyles Abenteuer, wie auch alle anderen Titel der "New 52" auch, jedoch nicht damit, sondern mit einer guten Story und guten Zeichnungen bestehen. Auf den ersten Blick scheint es da keinen Grund zur Sorge zu geben, sind doch mit Judd Winick und Guillem March zwei bewährte Kreative aus dem weitläufigen Bat-Kosmos bei "Spieltrieb" am Werk, von Panini als Sammelband mit den ersten sechs US-Ausgaben vorgelegt.


Darin lernen wir eine Katze kennen, die – das Bonmot muss hier einfach sein – das Mausen nicht lassen kann. Sprich: Die gute Selina klaut alles was nicht niet- und nagelfest ist und tritt mit ihren Pfoten mehrmals kräftig ins Fettnäpfchen. Das bedeutet in ihrem Fall, dass sie nicht nur einen aufstrebenden Gangsterboss, sondern auch korrupte Polizisten durch ihre dreisten Beutezüge bis aufs Blut ärgert. Der Preis sind nicht nur unzählige Schrammen und Kratzer, sondern auch eine tote Freundin, die sie auf dem Gewissen hat. Und nicht zuletzt ein wütender Fledermausmann, der es leid ist hinter ihr aufzuräumen…


Der Cocktail, den Winnick und der wie immer fantastisch zeichnende March hier anrühren, schmeckt ganz bekömmlich – Sexszene hin und her, die hätte es dazu eigentlich gar nicht gebraucht. Ertappt man sich dabei doch immer wieder dabei, sich in Selina Kyle wiederzuerkennen, wenn es darum geht Grenzen welcher Natur auch immer zu überschreiten, wohlwissend dass man sich die Finger verbrennen könnte. Das sorgt für einen angenehm realistischen Touch in diesem ersten Handlungsbogen, es wird spannend zu sehen in welche Richtung Winnick seine Katze hier lenken wird. Vorsicht, auf Dauer könnte das Spiel mit dem Feuer jedenfalls zu eintönig werden, fürs Erste aber ist "Catwoman" auf jeden Fall einen Blick wert.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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