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Gruselkabinett 58

Beklemmendes Hörspiel nach einer Geschichte des Horror-Großmeisters H. P. Lovecraft. Vom Hören bei Dunkelheit wird dringend abgeraten!

(C) Titania Medien/Lübbe Audio / Gruselkabinett 58 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenNach der Vertonung von Werken einiger weniger bekannter Autoren, wendet sich die 58. Folge des "Gruselkabinetts" wieder einmal einem der Großmeister der Grusel- und Horrorliteratur zu. Bereits zum dritten Mal hat sich Titania Medien für eine Umsetzung einer Geschichte von H. P. Lovecraft entschieden. Zählen "Der Fall Charles Dexter Ward" und "Berge des Wahnsinns" bereits zu den Höhepunkten der Reihe, so kann man bereits jetzt gewiss sein: Auch "Pickmans Modell" wird sich innerhalb des "Gruselkabinetts" einen Platz ganz weit vorne sichern.


Die Geschichte ist wie viele Werke Lovecrafts im amerikanischen Nordosten angesiedelt, um genauer zu sein, in Boston. Hier begegnet Henry Thurber eines Abends im örtlichen Kunstverein dem Maler Richard Upton Pickman, der in der Kunstszene der Stadt für einige Furore sorgt. Anlass dazu sind aber nicht eine neue Maltechnik oder die besondere Schönheit seiner Gemälde, sondern das genaue Gegenteil. Seine Werke sind Ausgeburten besonderer Hässlichkeit und wirken auf ihre Betrachter abstoßend und Ekel erregend. Die monströsen und widerwertigen Geschöpfe, die die Bilder Pickmans zeigen, sind für viele Menschen nur schwer zu ertragen, Thurber jedoch ist von den Arbeiten Pickmans fasziniert und freundet sich mit dem seltsamen Künstler an. Eine verhängnisvolle Entscheidung.


Ein Großteil des Hörspiels wird von Henry Thurber in einer Rückschau erzählt. Er berichtet seinem Freund Eliot Granger von seinen ungeheuerlichen Erlebnissen in der Gesellschaft des in der Öffentlichkeit verschrienen Malers. Es gibt nicht viele Hörspiele, denen es so eindrucksvoll gelingt, die beklemmende und verstörende Atmosphäre der Geschichten Lovecrafts einzufangen. Es baut sich langsam aber stetig eine beängstigende Kulisse auf, die mit voranschreitender Laufzeit immer weiter zulegt. Diese Beklemmung wird nicht immer unbedingt durch grauenvolle Ereignisse oder Schilderungen blutiger Vorgänge erzielt, sondern geht vom Gesamtwerk aus.


Großen Anteil an dieser Gänsehaut erzeugenden Bearbeitung des literarischen Stoffes hat sicherlich der kleine, aber feine Sprechercast. Besonders hervorheben muss man hier Dietmar Wunder, dem es gelingt, den körperlichen und geistigen Verfall von Henry Thurber herauszuarbeiten, seitdem dieser in den Dunstkreis von Richard Pickman geraten ist. Dies gilt mit nur wenigen Abstrichen auch für Stefan Kaminski als Elliot Granger, dessen Rolle die Aufgabe zufällt, die quälenden Fragen der Hörer zu stellen, da er immer auf dem selben Wissensstand ist, wie jene, die der Geschichte vor den Lautsprechern folgen. Sascha Rotermund weiß als Richard Pickman zu überzeugen, einer Figur, die sich immer am Rand des Wahnsinns bewegt und von der eine ganz eigene Bedrohung auszugehen scheint. Auch vor dieser Leistung kann man nur den Hut ziehen.


Neben der guten Besetzung der einzelnen Rollen wird die unheimliche Dichte dieser Produktion durch die gewählten Geräusche erreicht, die ebenfalls für eine gute Portion Gänsehaut sorgen. Untermalt wird das Ganze von einigen klassischen Musikstücken, die das Gesamtbild abrunden und sich homogen einfügen. Das Cover gibt wie so oft eine Szene des Hörspiels wieder und stammt von Firuz Askin, der der Reihe mit seinen Arbeiten einen hohen Wiedererkennungsfaktor auf dem Markt beschert. "Pickmans Modell" zählt zu den stärksten Hörspieladaptionen des gesamten "Gruselkabinetts". Für jeden Fan H. P. Lovecrafts ist diese Produktion ein Pflichtkauf, für jeden Fan guter, fantastischer Unterhaltung nicht minder.



# # # Oliver Fleischer # # #



Publisher: Titania Medien/Lübbe Audio





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