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End of Time 1

Die Regierung Großbritanniens ist in den Fokus eines unbekannten Gegners geraten, dem jedes Mittel recht ist, um sie zu vernichten. Dem MI6 bleibt nicht viel Zeit, die Bedrohung für das Land abzuwenden.

(C) Imaga/WortArt / End of Time 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDrei Menschen, drei Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, jedoch auf undurchsichtige Weise miteinander verknüpft sind. Die Schicksale könnten  unterschiedlicher  nicht sein. Ein britischer Agent infiltriert eine geheime Forschungsanlage auf russischem Boden, in der eine bisher unbekannte Organisation abscheuliche Experimente an Menschen durchführt. Auf seiner Mission macht er eine ungeheuerliche Entdeckung, über die die Regierung um jeden Preis informiert werden muss. Laura Walsh wird in ihrem neu bezogenen Appartement von seltsamen Phänomenen heimgesucht. Es klopft an der Haustür und an Zimmerwänden, jedoch ohne dass eine Menschenseele zu sehen ist. Dabei handelt es sich allerdings nur um den Auftakt einiger äußerst bizarrer Ereignisse in der Wohnung.


Liz Sheppard, eine renommierte Journalistin einer großen englischen Tageszeitung, erhält von einem anonymen Informanten den Tipp, dass von unbekannter Seite ein Anschlag in bisher nicht bekannter Größenordnung auf die Hauptstadt London geplant ist. Es beginnt ein dramatischer Wettlauf gegen die Zeit. Nach einer Dekade, in der Oliver Döring sich um die Hörspiel-Serie "John Sinclair“ verdient gemacht hat, war es an der Zeit für etwas Neues. Er übergab die Serie in die Hände fähiger Kollegen und feilte für Imaga an seiner neuen Serie "End of Time“.


Versucht man diese in eine bestimmte Kategorie zu pressen, so gestaltet sich dies nicht eben einfach. Das Debüt aus dem Hause Imaga enthält Bestandteile aus verschiedenen Genres. Agententhriller vermischt sich mit Mystery- und Horrorelementen. Hinzu kommen Zutaten des Actionkinos und einige Science-Fiction Einsprengsel, die es schwierig machen eine eindeutige Kategorisierung vorzunehmen. Aber einmal ehrlich, muss alles immer in eine bestimmte Schublade passen? Gerade dieser gelungene Cocktail aus verschiedenen Gattungen macht "End of Time“ zu einer äußerst reizvollen Angelegenheit und "Zwei Minuten“ zu einer der besten Pilotfolgen des Jahres.


Jedoch sollte man für diese Produktion Zeit mitbringen, die vielen verschiedenen Handlungsstränge erfordern volle Aufmerksamkeit. Jedes neue Kapitel wird ohne eine Einführung oder Vorstellung der Figuren begonnen, und man wird bis zum Ende der ersten Folge im Unklaren darüber gelassen, wie die verschiedenen Geschichten miteinander in Verbindung stehen. Das mindert allerdings zu keiner Zeit das enorme Spannungspotenzial dieses Hörspiels, sondern lässt den Ruf nach einer schnellen Fortsetzung nur umso lauter werden. Inhaltlich verfügt diese Serie jedenfalls über ein enormes Potenzial.


Das Sounddesign kann nur als vorbildlich bezeichnet werden. Wenn hier vollmundig ein Hörspiel-Blockbuster versprochen wird, so ist dies keinesfalls übertrieben. Jeder Handlungsort wird gekonnt und glaubhaft in Szene gesetzt. Dazu schafft man es für das Hörspiel schwierige Szenen, wie eine Verfolgungsjagd durch die Straßen Londons, rasant und spannend umzusetzen. Das Actionkino hat den Sprung ins Hörspiel geschafft und die Messlatte für weitere Produktionen dieser Art sehr hoch gelegt. Daneben schafft es Oliver Döring auch die unheimlichen Momente einzufangen und so sorgt bereits ein gewöhnliches Klopfen für zentimeterdicke Gänsehaut.


Schlägt man das Booklet auf, springt einem sofort die enorme Anzahl an Sprechern entgegen, die diesem Hörspiel ihre Stimmen zur Verfügung gestellt haben. Und dies sind wahrlich keine Unbekannten ihres Faches. Die Hauptrolle des "Jack Frost“ wird von Torsten Michaelis, der deutschen Synchronstimme von Wesley Snipes, gesprochen, dessen Stimme wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt. Dazu kommen klangvolle Namen wie Joachim Kerzel, Katrin Fröhlich, Dietmar Wunder oder Erich Räuker.


Große Namen allein machen aber noch kein gutes Hörspiel aus, wie bereits einige Male von anderer Seite unter Beweis gestellt wurde. Doch hier ist die Handschrift einer Regie zu erkennen, die wusste, wozu die Sprecher im Studio in der Lage sind, wenn man auf diesem Gebiet professionelle Arbeit abliefert. Bitte mehr davon! "Zwei Minuten“ ist ein Einstand nach Maß. Am Ende bleibt nur eine äußerst wichtige Frage offen: Wann geht es weiter mit der zweiten Folge?



# # # Justus Baier # # #




Publisher: Imaga/WortArt





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