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Grimm Fairy Tales – Mythen & Legenden 1

Horror ja, psychologische Feinheiten nein.

(C) Panini Comics / Grimm Fairy Tales - Mythen & Legenden 1 / Zum Vergrößern auf das Bild klickenDie Heimat der Gebrüder Grimm scheint für die freizügigen Comic-Adaptionen ihrer berühmten Märchen durch den US-Verlag Zenescope ein guter Boden zu sein. Der Erfolg der mittlerweile fünf Bände umfassenden "Wonderland"-Saga hierzulande hat Panini dazu ermutigt, nun auch die "Grimm Fairy Tales" zu bringen. Aus dieser seit 2005 laufenden Reihe wurden die Abenteuer von Alice Liddle einst ja als Spin-off ausgekoppelt, nun gelangt also auch die Mutterserie in des Lesers begierige Hände. Genau genommen zunächst aber nur die erste Ausgabe, denn den Löwenanteil von Band 1 nimmt die Miniserie "Myths and Legends" ein.


Schauplatz des Fünfteilers ist die Seidwell Klinik für Resozialisierung, in der zwei Dutzend junge Patienten von ihren jeweiligen psychischen Problemen geheilt werden sollen. Eilig hat man es dabei allerdings nicht, denn bei den Schützlingen handelt es sich um Kinder oder Erben reicher Eltern, für deren Betreuung jährlich Millionen von Dollars in die Kasse fließen. Mit der Beschaulichkeit ist es allerdings vorbei, als sowohl Kollegen der engagierten Dr. Britney Watson wie auch Angehörige des Personals ermordet werden. Es dauert nicht lange, bis klar ist, dass es sich nicht um ein normales wildes Tier handelt, das da durch den Zaun gebrochen und nun im Gebäude unterwegs ist. Eine Flucht scheint nur schwer möglich, da draußen ein gewaltiger Sturm tobt…


Das Autorengespann Raven Gregory, Joe Brusha und Ralph Tedesco lässt einen blutrünstigen Werwolf auf die junge Britney Watson los, die wohl eine wichtige Rolle in weiteren Geschichten spielen wird. Böse Mächte aus einer anderen Welt drängen in die unsere und eröffnen mit dem Gemetzel die erste Schlacht. Die entfaltet sich ohne größere Überraschungen mit solider Action und Splatter-Einlagen, ohne aber an die vergnüglichen Psychospielchen à la "Wonderland" heranzukommen.


Und das, obwohl der Schauplatz mit einer Klinik voller Menschen mit psychischen Problemen die perfekte Petrischale dafür gewesen wäre! So bleiben die Nebenfiguren erstaunlich blass, was sich wohl mit ihrer ohnehin geringen Lebensspanne begründen lässt. Zeichnerisch punktet David Miller nur bei den blutigen Szenen, während  Joe Dodds Artwork nicht ganz zur abschließenden "Rotkäppchen"-Geschichte passen will.  Es bleibt zu hoffen, dass die angekündigte "Traumfresser"-Saga mehr Substanz zu bieten hat als bloß Blut und Gedärm.



# # # Andreas Grabenschweiger # # #



Publisher: Panini Comics





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